Das Modul „Denkmalkunde und Großstadtdenkmalpflege“ widmet sich aktuellen Fragen von Denkmalschutz und Denkmalpflege unter besonderer Berücksichtigung der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die wöchentlichen Veranstaltungen finden im SS 2026 am Dienstagspätnachmittag etwa zu gleichen Teilen im Architekturgebäude der TU Berlin als Seminarsitzung oder Halbtagsexkursion im Verflechtungsraum Berlin statt.
Die Vorstellung und gemeinsame Semesterplanung der beiden Lehrveranstaltungen ist für Dienstag, den 21. April 2026, 16:00 – 20:00 Uhr in der TU Berlin, Raum 052 angesetzt.
Unter dem Stichwort „Denkmalkunde“ werden Aufgaben und Themen der Denkmal-Erkundung, also der Erfassung und Erforschung von Denkmalen, und der Denkmal-Vermittlung, also der Kundgabe und Publikation von Denkmalwissen und Denkmalerfahrungen zusammengefasst. Die Lehrveranstaltung „Denkmalkunde“ soll im SS 2026 mit dem Arbeitstitel „AN – UM – AUF. Weiterbauten an Denkmalen“ die Rolle des kulturellen Erbes als Wissens- und Erfahrungsspeicher und als historisches Anschauungsmaterial für eine „Bauwende“ thematisieren. Dabei sollen auch Grenzfälle der Konservatorenpraxis wie Translokationen, Anastylosen oder andere Formen der Architektur-Wiederverwendung als Beiträge zu einer ressourcenschonenden Bau- und Denkmalkultur nicht ausgeblendet werden. Die Lehrveranstaltung wird durch Prof. Dr. Jörg Haspel durchgeführt.
In der Lehrveranstaltung „Großstadtdenkmalpflege“ steht das Spannungsfeld zwischen Denkmalpflege und aktuellen Entwicklungen in Berlin im Fokus und vor allem auch die Frage, wie sich unterschiedliche Zielstellung gegeneinander verhalten bzw. gemeinsame Strategien entwickelt werden können. Anhand von Fallbeispielen sollen u.a. Themen wie Nachverdichtung, Transformationen von jungen Denkmalen, Beteiligung und Partizipation und die Vereinbarkeit von kultureller, ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit diskutiert werden. Hierbei soll auch gefragt werden, welche (denkmalgeschützten) Bestände besonders gefordert und gefährdet sind. Die Lehrveranstaltung wird durch Prof. Dr. Christoph Rauhut durchgeführt.
Die beiden Veranstaltungen bilden ein Modul (6 LP, #61756) und müssen zusammen belegt werden.