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Kurse

Aus der Sicht der verantwortlichen Architekt*innen wird der Umgang mit der Denkmalsubstanz, die Abstimmung mit den Denkmalbehörden und den Denkmalbesitzer*innen thematisiert. Ziel ist es, Ursachen für Erfolge und Misserfolge denkmalpflegerischer Arbeit herauszuarbeiten und Strategien der eigenen zukünftigen denkmalpflegerischen Arbeit zu entwickeln. Theoretisch und anhand von praktischen Beispielen werden Bauteile und typische Bauweisen aus verschiedenen Jahrhunderten von der Gründung über Wände, Decken, Fenster, Türen, Dächer, Ausstattungen und haustechnische Installationen sowie verschiedene Schadensbilder und -ursachen untersucht. An praktischen Beispielen werden Konservierungskonzepte und -technologien entwickelt, um die methodische Herangehensweisen in der Praxis demonstrieren zu können.
Diese Veranstaltung ist ein Pflichtkurs für den HBD (P, Teil von Modul #61512, Denkmalrecht und -strategien), im IfA wird es als Wahlpflicht angeboten (WP, Teil von Modul #61755, Strategien der Baugeschichte, Historischen Bauforschung und Baudenkmalpflege), andere Studierende können den Kurs als freie Wahl (FW) belegen.
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Ursula Hüffer
Im Jahrgangsprojekt wird ein( im weitesten Sinne) historisches Gebäude im Hinblick auf seine baukonstruktiven und bautechnischen Zusammenhänge, die Nachhaltigkeit seiner Bauweisen, seine komplexen tektonischen Strukturen und sein Tragverhalten vor Ort erfasst und analysiert. Die Bauten werden auf der Basis einer zuvor durchgeführten detaillierten Baudokumentation wissenschaftlich untersucht.
In diesem ISIS-Kurs werden Ankündigungen und Materialien für die folgenden Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2026 hochgeladen:
Digital gestützte Bauaufnahme
Geodäsie
Fragestellung und Bauuntersuchung
Raumbuchkonzept
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Max Braun
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Elgin Gaisberg-Helfenberg
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Heike Lehmann
- Trainer/in: Alexandra Tanner
Der Kurs vermittelt vertiefte Grundlagen der 3D-Modellierung und der denkmalgerechten Visualisierung von Architektur und historischen Bauten. Die Studierenden lernen, 3D-Modelle mit gängigen Programmen zu planen und umzusetzen, digitale Materialien für Bestand, Rekonstruktion und Planung zu erstellen sowie Modelle durch Licht, Rendering und einfache Animationen anschaulich zu präsentieren. Ergänzend erweitern Kurzreferate den Blick auf theoretische Fragen der digitalen Repräsentation von Architektur und Denkmalen.
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Catharine Hof

In der Lehrveranstaltung werden anhand von Fallbeispielen nationale und internationale Diskussionen zum Schutz und zur Pflege von Kulturerbestätten analysiert. Ausgehend von international anerkannten Konventionen und Richtlinien zum Umgang mit materiellem Kulturerbe untersuchen wir die konkreten denkmalpflegerischen Aufgabenstellungen und ihre Abhängigkeit von den spezifischen Rahmenbedingungen der exemplarisch ausgewählten Orte. Dabei analysieren wir die Identifikation und die kulturelle Bedeutung der Stätten und diskutieren Strategien des Site-Managements. Auch potenzielle Konflikte und Interessenlagen unterschiedlicher Stakeholder werden erörtert. Als konkrete Beispiele dienen Berliner Kulturerbe- und Gedenkstätten aus der Zeit des geteilten Deutschlands zwischen 1945 und 1989.
(Modul #61199, Kulturerbe und Site Management, 3 LP)
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Heike Lehmann
- Trainer/in ohne Editorrecht: Catharine Hof

Die Veranstaltung widmet sich der Analyse der Entwicklungs- und Herstellungsgeschichte verschiedener Materialien im Kontext der Gebäudekonstruktionen. Schwerpunkt der Erarbeitung der materialtechnischen und konstruktiven Grundlagen bilden die Materialien der Industrialisierung wie Eisen/Stahl, Zement, Beton, und Eisen/Stahlbeton. Anhand der gezeigten Beispielen wird die dazu gehörige Fachterminologie vertieft.
Ein wichtiges Ziel ist die praktische Anwendung der Materialbeobachtungen im Sinne der Grundsätze der historischen Bauforschung. Im Weiteren wird auf die Bedeutung der Kenntnisse der historischen Konstruktionen als Grundlage für eine substanzschonende und damit denkmal-gerechte Instandsetzungsplanung verwiesen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ressourcen- und Energieknappheit erhält dieser Aspekt eine besondere Bedeutung.
Für die Referate sind die Recherche von Literatur und anderen Quellen für die jeweilige Fragestellung sowie das Bewerten der Quellen und der Literatur hinsichtlich ihrer Herkunft und ihres Aussagegehalts ebenfalls Bestandteil der Veranstaltung.
(Modul #61675, Baustoffe im historischen Kontext, 3 LP)
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Antonia Brauchle
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Max Braun
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Heike Lehmann
- Trainer/in: Alexandra Tanner
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Max Braun
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Heike Lehmann
- Trainer/in: Alexandra Tanner

Das Modul „Denkmalkunde und Großstadtdenkmalpflege“ widmet sich aktuellen Fragen von Denkmalschutz und Denkmalpflege unter besonderer Berücksichtigung der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die wöchentlichen Veranstaltungen finden im SS 2026 am Dienstagspätnachmittag etwa zu gleichen Teilen im Architekturgebäude der TU Berlin als Seminarsitzung oder Halbtagsexkursion im Verflechtungsraum Berlin statt.
Die Vorstellung und gemeinsame Semesterplanung der beiden Lehrveranstaltungen ist für Dienstag, den 21. April 2026, 16:00 – 20:00 Uhr in der TU Berlin, Raum 052 angesetzt.
Unter dem Stichwort „Denkmalkunde“ werden Aufgaben und Themen der Denkmal-Erkundung, also der Erfassung und Erforschung von Denkmalen, und der Denkmal-Vermittlung, also der Kundgabe und Publikation von Denkmalwissen und Denkmalerfahrungen zusammengefasst. Die Lehrveranstaltung „Denkmalkunde“ soll im SS 2026 mit dem Arbeitstitel „AN – UM – AUF. Weiterbauten an Denkmalen“ die Rolle des kulturellen Erbes als Wissens- und Erfahrungsspeicher und als historisches Anschauungsmaterial für eine „Bauwende“ thematisieren. Dabei sollen auch Grenzfälle der Konservatorenpraxis wie Translokationen, Anastylosen oder andere Formen der Architektur-Wiederverwendung als Beiträge zu einer ressourcenschonenden Bau- und Denkmalkultur nicht ausgeblendet werden. Die Lehrveranstaltung wird durch Prof. Dr. Jörg Haspel durchgeführt.
In der Lehrveranstaltung „Großstadtdenkmalpflege“ steht das Spannungsfeld zwischen Denkmalpflege und aktuellen Entwicklungen in Berlin im Fokus und vor allem auch die Frage, wie sich unterschiedliche Zielstellung gegeneinander verhalten bzw. gemeinsame Strategien entwickelt werden können. Anhand von Fallbeispielen sollen u.a. Themen wie Nachverdichtung, Transformationen von jungen Denkmalen, Beteiligung und Partizipation und die Vereinbarkeit von kultureller, ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit diskutiert werden. Hierbei soll auch gefragt werden, welche (denkmalgeschützten) Bestände besonders gefordert und gefährdet sind. Die Lehrveranstaltung wird durch Prof. Dr. Christoph Rauhut durchgeführt.
Die beiden Veranstaltungen bilden ein Modul (6 LP, #61756) und müssen zusammen belegt werden.
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone