Kurslar

Bauforschung global SoSe 2024: Paläste und Hütten Wohnkonzepte im frühen Islam

Im Zentrum des Seminars steht die Beschäftigung mit den Wohnbauten der Eliten im frühen Islam. Der behandelte Zeitraum erstreckt sich vor allem über die Zeit der beiden ersten Kalifen-Dynastien der Umaiyaden und Abbasiden, d.h. von der Mitte 7. Jh. bis Ende 9. Jh.. Exemplarisch werden vorislamische Anlagen der Spätantike, des byzantinischen wie auch sasanidische Herrschaftsraums einbezogen. Die Bauten sind im Wesentlichen im Bereich zwischen dem östlichen Mittelmeer (Syrien, Jordanien, Libanon, Palästina, Israel) und Mesopotamien (Irak) sowie der arabischen Halbinsel zu finden. Dies umfasst Beispiele der als „Wüstenschlösser“ bekannten Bauten, einzelne Anlagen in verschiedenen Kalifenresidenzen (Resafa, Raqqa, Samarra) und Häuser in urbanen Zusammenhängen (Amman, Anjar, al-Hira, Kufa).

Die untersuchten Bauwerke werden in ihren historischen und kulturellen Kontext eingeordnet. Erörtert werden Aspekte des Städtebaus, der Architektur und Ausstattung, der Funktion und Gestaltung, Formen und Proportionen, regionalspezifische Baumaterialien, die Bauausführung und Organisation der Baustelle sowie Baukonstruktion, Bautechnik und Handwerkstechniken. Der Schwerpunkt liegt aber in der Untersuchung und Erörterung der Grundrissstrukturen und inwieweit sich dadurch Wohnkonzepte nachvollziehen lassen.