Ort: H2051. -- Der Begriff Wissenschaftsleugnung hat in den letzten zehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Ob in Debatten um den Klimawandel oder die Corona-Pandemie – häufig wird damit eine ablehnende Haltung gegenüber dem wissenschaftlichen Konsens (oder dem, was dafür gehalten wird) bezeichnet. Doch was genau macht Wissenschaftsleugnung aus? Und lassen sich sehr unterschiedliche Phänomene wie Holocaust-Leugnung, das Bestreiten des menschengemachten Klimawandels oder die Leugnung des SARS-CoV-2-Virus unter einem gemeinsamen Begriff fassen? Das Seminar geht diesen Fragen auf den Grund. Im Zentrum stehen zentrale wissenschafts- und erkenntnistheoretische Aspekte von Leugnungsstrategien. Gleichzeitig werden ausgewählte  Fallbeispiele eingehend analysiert und diskutiert. Grundlage des Seminars ist ein gleichnamiger, frei zugänglicher Sammelband.