Unser Zugang zur natürlichen Alltagswelt und zu vielen Künsten ist genuin multimodal. Nach einer historischen Phase der zunehmenden Bebilderung bzw. Vertonung ursprünglich unimodaler Medieninhalte und der zunehmenden Medienkonvergenz sind heute auch medial übertragene bzw. generierte zeitveränderliche Inhalte in der Regel wenigstens audiovisuell. Im Seminar sollen durch die Vorstellung einschlägiger Publikationen, darunter Klassiker der experimentellen Wahrnehmungspsychologie, der historische Anschauungen zum Verhältnis der Sinne, wesentliche Mechanismen des Zusammenwirkens von Hören und Sehen und ihre theoretischen, methodischen, technisch-praktischen sowie ggf. künstlerischen Implikationen nachvollzogen werden.