Auf verschiedensten Ebenen von Gesellschaft, Technologie und individuellem Leben ist Resilienz zu einem zentralen Schlagwort geworden. Widerstandsfähigkeit gilt als eines der wichtigsten Kriterien zur Beschreibung von Systemen: Wo liegen ihre Gefährdungen? Wie hoch ist der Anpassungsdruck? Wie antizipiert man Störfälle und sichert sich entsprechend ab?
Im Seminar werden wir einige theoretische Grundlinien der Resilienz, ihre politischen Muster und ihre Grenzen erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Resilienz sogenannter kritischer Infrastrukturen, insbesondere im Energiebereich. Der auf einen Anschlag zurückgehende Teilausfall des Berliner Stromnetzes im vergangenen Januar und seine Aufarbeitung bilden einen der Zugänge zum Thema.
Neben theoretischen Perspektiven spielt der Austausch mit der Praxis eine zentrale Rolle. Geplant sind Exkursionen zum Übertragungsnetzbetreiber und Seminarpartner 50Hertz, zum Umspannwerk Neuenhagen, zur GASAG sowie zu weiteren Orten des Berliner Energienetzes. Dort können aktuelle Strategien zur Sicherung, Transformation und gesellschaftlichen Einbettung von Energieinfrastrukturen direkt diskutiert werden. Die Exkursionen sind in der Regel zeitlich kompakt gestaltet und gut mit dem Uni-Alltag vereinbar.
Das Seminar verbindet damit theoretische Reflexion, kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Infrastruktur und konkrete Einblicke in aktuelle Transformationsprozesse. Es richtet sich an Studierende, die sich für Fragen zu Energiewende, Sicherheit, Transformation, Nachhaltigkeit, Infrastrukturpolitik und gesellschaftlicher Zukunftsgestaltung interessieren.
LV-Nr.: 3131 L 010
Vertiefung
Freie Wahl
Di. 16-18 Uhr
Raum: MAR 0.009
Beginn: 14.04.2026
Ende: 14.07.2026
- Trainer/in: Sören Hauke Brauckmann
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Ingo Uhlig