
Vorkenntnisse im Bereich der Schifffahrt schaden nicht, sind aber auch nicht notwendig. Sie werden im Kurs vermittelt.
Sprache im Kurs: Deutsch und Englisch. Die Referate können wahlweise in einer der Sprachen gehalten werden.
Aus der Modulbeschreibung (for English use a translator app, please):
Lernergebnisse
Nach Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden Kenntnisse und Komptenzen, die sie für eine Tätigkeit als Human-Factors-Experte im maritimen Bereich qualifizieren. Insbesondere sind sie befähigt, bei der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen in der Schifffahrt mitzuwirken und bestehende Lösungen in Bezug aus einer mensch-zentrierten Perpektive zu evaluieren. Darüber hinaus haben sie Grundkenntnisse in der empirischen Forschungsmethodik, um eigene Forschungsfragen aus diesem Bereich zu bearbeiten und international zu präsentieren.
Lehrinhalte
Je nach Teilnehmerzahl, Vorkenntnissen und Interessen wird in der Vorlesung und den Referaten ein Ausschnitt aus den folgenden Themen behandelt. Ein Thema wird in einem kleinen empirischen Forschungsprojekt vertieft.
Überblick:
- Einführung in die Schifffahrt (ausführlich, auch mit Filmen).
- Einführung in Human Factors: Menschzentrierte Technikgestaltung. Ursprünge in der Luftfahrt, Übertragbarkeit auf die Schufffahrt.
- Rechtliche Rahmenbedingungen, z.B. IMO, SOLAS, COLREG u.a.
Grundlagen:
- Unfälle und menschliche Fehler.
- Sinneswahrnehmung auf See, Aufmerksamkeit, Multitasking.
- Stress auf See: Ursachen und Auswirkungen.
- Situation Awareness, Risiko und Entscheidung.
- Workload und Fatigue. Arbeitszeiten, Schlaf, Erholung.
- Erschöpfung, (See-)Krankheit, Angst. Alkohol.
Anwendung:
- Psychologische Aspekte der Gestaltung von Schiffen und Arbeitsplätzen, insbesondere Displaygestaltung.
- Automation in der Schifffahrt: Vorteile und Gefahren (De-Skilling, Teufelkreis der Automation).
- Navigation mit traditionellen und digitalen Instrumenten: Auswirkungen auf kognitive Fähigkeiten, Gestaltungsprizipien.
- Alarme: Wann, wie, wo? Nutzen und Gefahren.
- Soziale und organisatorische Rollen.
- Sicherheitskultur in Organisationen.
- Trainer/in: Gisela Müller-Plath