Borrelli, Arianna
Wissenschaft und Erzählung in Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsforschung
Vorbesprechungstermine:
Fr. 31.10.2025, 10-12 Uhr; Raum: H 2523
+ Fr. 23.05.2025, 10-12 Uhr; Raum: H 2523
Termine: 17.02.-19.02.2026 10-15:30 Uhr
Raum: H 3013 (17.02.-19.02.2026)
Beginn: 31.10.2025
Wissenschaftler erzählen gern die Geschichte der Disziplinen und Institutionen, der Erfindungen und Entdeckungen, der großen Männer, und neulich auch der großen Frauen. Spielt aber Erzählen für sie auch über diese identitätsstiftenden Tätigkeiten hinaus eine Rolle? Erzählen sich Wissenschaftlern gegenseitig nicht nur Anekdoten und Gründungsmythen, sondern auch Theorien und Experimente? Diese Idee mag zunächst befremdlich erscheinen, aber in den letzten Jahrzehnten haben viele Untersuchungen gezeigt, dass Erzählen eine Kulturtechnik ist, die nicht nur in Literatur und Volksmärchen, sondern auch in allen Bereichen der Kultur Anwendung findet. Auch in der Wissenschaftsgeschichte haben Autoren argumentiert, dass Erzählen in vielerlei Hinsicht ein konstitutives Element der wissenschaftlichen Praktiken darstellt. In dieser Lehrveranstaltung werden Ergebnisse aus dieser neuen und sehr vielfältigen Forschungsrichtung vorgestellt, verglichen und kritisch diskutiert.
Literatur:
Brandt, Christina. „Wissenschaftserzählungen. Narrative Strukturen im naturwissenschaftlichen Diskurs“, in Christian Klein und Matias Martinez, Hrg., Wirklichkeitserzählungen: Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens (Metzler, 2009), S. 81–109.
Klein, Christian, und Matias Martinez. „Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens“, in Christian Klein und Matias Martinez, Hrg., Wirklichkeitserzählungen: Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens (Metzler, 2009), S. 1–13.
- Trainer/in: Arianna Borrelli
- Trainer/in: Gesine Katharina Madeleine Finn