Dass auf der Musikbühne auf verschiedenste Weise und in verschiedenen Erscheinungsformen des Musiktheaters gesungen wird, ist heute selbstverständlich. Dass Menschen singen statt zu sprechen, bedurfte unter der Voraussetzung, dass Kunst die Natur widerspiegeln müsse, einer besonderen Begründung. Das Seminar befasst sich anhand ausgewählter Texte und musikalischer Werke mit verschiedenen Argumentationen zur Legitimation der Oper zwischen 1600 und 1800, Lektüre und Werkbetrachtung werden dabei kombiniert. Texte stammen u.a. von Ottavio Rinuccini, Martin Opitz, Pietro Metastasio, Carlo Goldoni, Ranieri de’Calzabigi, Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais, Lorenzo da Ponte und Johann Wolfgang Goethe, Kompositionen von Jacopo Peri, Claudio Monteverdi, Johann Adolf Hasse, Baldassare Galuppi, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Friedrich Reichardt. Dazu kommen Quellen von Girolamo Mei, Charles de Brosses, Charles Burney, Wilhelm Heinse u.a.
Literatur
Tim Carter und John Butt (Hrsg.), The Cambrigde Handbook auf Seventeenth Century Music. Cambridge: Cambridge University Press, 2005, S. 197–282.
Silke Leopold, Die Oper im 17. Jahrhundert. Laaber: Laaber, 2004 (= Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd. 11).
Herbert Schneider und Reinhard Wiesend (Hrsg.): Die Oper im 18. Jahrhundert. Laaber: Laaber, 2001 (= Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd. 12).
Elisabeth Schmierer: Kleine Geschichte der Oper. Ditzingen: Reclam, 2020 (= Reclams Sachbuch – für Einsteiger zum ersten Überblick geeignet).
- Trainer/in: Markus Bernauer
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Yannick Oster