65 Jahre LCB
Das Literarische Colloquium Berlin ist seit Anfang der der 1960er Jahre eine Institution im wahrsten Sinne des Wortes – eine Einrichtung, die dem Wohl von Literatur weit über die Grenzen Berlins hinaus dient. Schriftsteller:innen aus der ganzen Welt stellen in der Villa am Wannsee, in der das LCB untergebracht ist, ihre Bücher vor und schreiben in den dortigen Gästezimmern auch vor Ort. Der Autor und „Erfinder des Literaturbetriebs“ Walter Höllerer hat das LCB 1961 ins Leben gerufen und mit seinem Gespür für junge Schreibende und fruchtbare Konstellationen schnell dafür gesorgt, dass das LCB ein Zentrum der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur wurde. Dabei war der Name von Anfang an Programm: Das Kolloquium, das Gespräch über Literatur und im Entstehen begriffene Texte steht im Mittelpunkt sowohl der öffentlichen Veranstaltungen als auch der internen Zusammenkünfte.
In unserem Seminar wollen wir uns der 65jährigen Geschichte des Hauses widmen. Wir ziehen die Entwicklung des LCB nach, lesen Texte von Walter Höllerer, von Autor:innen, die das Haus über längere Zeit begleitet haben – wie etwa denen der Gruppe 47 – und von den aktuellen Hausgästen. Auch mit der Fotografin Renate von Mangoldt werden wir uns beschäftigen, die das literarische Leben in der Villa am Wannsee seit den Anfängen fotografisch festgehalten hat, und uns für mindestens eine Lesung selbst in den Süden der Stadt begeben.
- Trainer/in: Thomas Hasenauer
- Trainer/in: Johanne Mohs