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Wer trägt Wikingergold? – Ein Projektseminar zu Schmuck und Goldschmiedearbeiten
des Frühmittelalters

Prof. Dr. Isabelle Dolezalek
MA KuWi 1; MA KuWi 6a; MA KuWi 7a/b
Mittwoch, 9-12 Uhr
A 072

Ob beim Goldschmied, in Museumsshops, auf Mittelaltermärkten oder im Internet,
„Wikingerschmuck“ ist leicht zu finden und beliebt – auch in der internationalen rechten Szene.
Die digitale Ausstellung Wikingergold. Schatzpolitik seit 1800 thematisiert Bedeutungen und
Vereinnahmungen von Schmuck aus der Wikingerzeit mit Blick auf seine modernde Rezeption.
In diesem ausstellungsbegleitenden Seminar liegt der Fokus hingegen auf der Zeit, in der der
Schmuck entstand: dem skandinavischen Frühmittelalter zwischen ca. 800-1100 n. Chr. Was
wissen wir über Schmuck aus dem „Wikingerzeit“? Wie wurde er gemacht? Für wen und von
wem? Woher kamen die verwendeten Materialien? Und welche historischen und
archäologischen Quellen gibt es, um diese Fragen zu beantworten?
Ziel des Seminars ist es, zum einen, die bestehende Ausstellung durch eine mediävistische
Schwerpunktsetzung zu ergänzen. Zum anderen sollen die Teilnehmenden die digitale
Ausstellung auch kritisch auswertend begleiten. Im Laufe des Semesters finden zu diesen
Zwecken diverse Schreibwerkstätten statt, in denen ausstellungsbezogene Textformate erprobt
werden (z.B. Poster-Text, Insta-Post, Rezension, Publikumsbefragung etc.).
Ergebnisse des Seminars werden am 9. Oktober 2025 im Pommerschen Landesmuseum in
Greifswald präsentiert, anlässlich der Eröffnung einer Wanderausstellung, die seit Januar 2025
komplementär zur digitalen Ausstellung im Ostseeraum zu sehen ist.

Literatur und Links:
Isabelle Dolezalek/Charlotte Wenke: Viking Gold. Treasure politics since 1800 – a digital
exhibition, 2024: https://vikinggold.org.
Armbruster, Barbara/ Eilbracht, Heidemarie: Wikingergold auf Hiddensee, (Archäologie in
Mecklenburg-Vorpommern 6), Rostock 2010.
Wicker, Nancy: Mapping Gold in Motion. Women and Jewelry from Early Medieval Scandinavia,
Leiden 2019.