Lernergebnisse
Die Studierenden sind nach dem erfolgreichen Absolvieren des Moduls in der Lage, computergestützte Simulationsmodelle für den Güterwirtschaftsverkehr zu erstellen, zu modifizieren und anzuwenden. Sie sind in der Lage, modellgestützt die verschiedenen Auswirkungen von verkehrspolitischen Instrumenten und privatwirtschaftlichen Initiativen im Güterverkehr auf den Verkehr, die Unternehmen und die Umwelt quantitativ zu berechnen. Auch sollen sie die Ergebnisse zur Unterstützung von einzel- und/oder gesamtwirtschaftlichen Entscheidungen aufbereiten und interpretieren können. Ein Schwerpunkt liegt auf Simulationsmodellen mit Multi-Agenten Architektur.
Lehrinhalte
Das Ziel der Klimaneutralität ist ohne eine tiefgehende Transformation im Verkehrsbereich nicht zu erreichen. Trotz seines im Vergleich zum Personenverkehr geringen Anteils an der Verkehrsleistung ist der Güterwirtschaftsverkehr überproportional für die Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich verantwortlich. Zudem ist weltweit eine starke Zunahme des Güterverkehrs zu erwarten, wodurch sein Beitrag zur Klimagasemissionsreduktion noch wichtiger wird. Verkehrliche Maßnahmen - Maut, Einfahrtbeschränkungen etc. - greifen in den Wettbewerb zwischen Unternehmen und Regionen ein und führen deshalb zu lokalen Widerständen und ggf. auch zu unerwünschten Marktverzerrungen. Aber auch die Einführung von neuen Technologien, wie Elektro- oder Wasserstoffantrieben, lassen sich aus unternehmerischer Sicht nicht immer ohne Weiteres realisieren, weil die Technologie nicht immer praktikabel ist oder sich die Wettbewerbssituation verschlechtern würde. Um geeignete Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Güterverkehr zu implementieren, ist es notwendig, dass Entscheidungsträger ein Systemverständnis des Güterverkehrs besitzen. Vor diesem Hintergrund werden zunehmend Simulationsmodelle eingesetzt, um Maßnahmen bezüglich ihrer Effizienz, Nachhaltigkeit und ggf. Nebenwirkungen bewerten zu können. Die Veranstaltung führt in eine Open-Source Simulationsoftware für den Güterwirtschaftsverkehr und ihre Komponenten ein. Mittels dieses agentenbasierten Simulationssystems kann unternehmerisches Handeln und dessen Veränderung aufgrund geänderter Rahmenbedingungen simuliert werden. Dies umfasst insbesondere den für den Wirtschaftsverkehr zentralen Bereich der Tourenplanung, inkl. der geeigneten Zusammensetzung des Fuhrparks. Im Rahmen der Lehrveranstaltungen erlernen die Studierenden, ein Simulationsmodell aufzubauen und anhand dieses Modells verschiedene Maßnahmen eigenständig zu simulieren. Die Aufgabe der Studierenden ist es schließlich, die produzierten Modellergebnisse zu bewerten, für Kommunikationszwecke aufzubereiten und diese entsprechend zu präsentieren.
- Trainer/in: Ricardo Ewert
- Trainer/in: Doreen Gropmann
- Trainer/in: Moritz Jannes Kreuschner
- Trainer/in: Gernot Liedtke
- Trainer/in: Kai Olaf Michael Martins-Turner