Achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird viel von Erinnern und Gedächtnis gesprochen. Vergessen ist in diesem Zusammenhang gefährlich und problematisch; aber wie wird ausgewählt, was in Erinnerung bleiben soll? Und in welcher Form? In Auseinandersetzung mit Texten aus Literatur und Theorie befasst sich das Seminar mit den heutigen Voraussetzungen und Abläufen des Erinnerns, nicht zuletzt mit Blick auf die Nutzung digitaler Medien, die potentiell alle Informationen über die Vergangenheit speichern und jederzeit zugänglich machen können. Wir lesen Texte von Aleida Assmann, Jorge Luis Borges, Shoshana Felman, Sybille Krämer, Renate Lachmann, Paul Virilio u.a.