Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse zu den Zielen und Methoden der Bauteilaufnahme. Sie kennen die verschiedenen Dokumentationsverfahren, können entscheiden, welches sich für den jeweiligen Einsatzzweck am besten eignet und dieses im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten aus dem Bereich der Bauforschung und Denkmalpflege selbstständig anwenden. Die Studierenden sind in der Lage, Architekturelemente mit einfachsten Hilfsmitteln händisch zu vermessen, maßstäbliche Darstellungen aller Seiten zu zeichnen und diese im richtigen Verhältnis zueinander darzustellen. Darüber hinaus verfügen sie über anwendungsorientierte Kenntnisse der 3D-Photogrammetrie (SfM), können 3D-Punktewolken erstellen und daraus maßhaltige Orthophotos als Grundlage für die händische Nachverdichtung generieren. Die Studierenden sind befähigt, Architekturinventare zu erstellen, in denen die Architekturelemente detailliert beschrieben werden. Die Studierenden sind in der Lage, Architekturelemente auf bautechnische und baukonstruktive Details zu untersuchen, die Aufschluss über den Entwurf und die Fertigung der Bauteile selbst und über den Bauablauf geben können. Außerdem können sie die untersuchten Bauteile ihrem ursprünglichen Bauzusammenhang zuweisen und in der Folge Rückschlüsse auf die Konstruktion und Gestalt des Bauwerks als Ganzes ziehen.
Gegenstand der Untersuchung sind antike Originalbauteile, die sich in der Sammlung der Staatlichen Museen Berlin befinden. Diese werden vor Ort mit verschiedenen manuellen und digitalen Methoden untersucht, beschrieben, vermessen und gezeichnet. Im Kurs wird auch der Umgang mit Architekturgliedern auf Ausgrabungen und in Sammlungen des 19 Jh. thematisiert. Damit eng verbunden sind Fragen der Forschungsgeschichte und der Provenienzforschung.
- Trainer/in: Josefine Beusch
- Trainer/in: Kristin Brenndörfer
- Trainer/in: Martin Gussone
- Trainer/in: Katharina Sahm
- Trainer/in: Thekla Inge Schulz-Brize