Einführungskurs: Textwissenschaftliche Methoden in der Antisemitismusforschung
Dozent: Dr. Marcus Funck, Termin: Mittwoch 12-14 Uhr (Beginn 16.10.), Raum: KAI 1315
In diesem Einführungskurs lesen wir ausgewählte Texte, die für die Konstituierung der Antisemitismusforschung von zentraler Bedeutung waren und noch immer sind. Behandelt werden Texte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, v.a. aber solche nach 1945 wie bspw. von Sartre (Réflexions), Adorno/Horkheimer (Elemente), Arendt (Elemente und Ursprünge), Poliakov (Antisémitisme), Amery (ehrbarer Antisemitismus), Rürup (Antisemitismus), Postone (Nationalsozialismus & Antisemitismus) bis hin zu neueren Arbeiten von Nirenberg (Anti-Judaism), Wistrich (Obsession), Engel (Definition), Holz (Nationalismus) oder Lapidot (Anti-Antisemitismus).
Diese Werke sind zugleich als historische Quelle wie als Forschungsliteratur zu verstehen, so dass wir sie einerseits als internationale Beiträge zum Verständnis von Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart, andererseits aber auch in ihrem spezifischen Entstehungskontext und Debattenzusammenhang lesen werden.
Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre teils umfangreicher Texte von bis zu hundert Seiten Länge pro Woche und zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt.
Die Teilnahme ist beschränkt auf Studierende im Masterstudiengang "Interdisziplinäre Antisemitismusforschung".
- Trainer/in: Marcus Funck