Gelfert, Axel; Koppelberg, Dirk
LV-Nr.: 3130 L 010
BA-KulT PHIL 3, 5
MA-TGWT PHIL 3, 4
BA KulT FW 4 / MA-PHIL FW 25
BA KulT FW 39
Nebenfach Philosophie für Mathematik Vertiefungsmodul
BA KulT IS 3
SE Wird selbst zu denken überschätzt?
Di. 14-16
Anmeldung: über ISIS und spätere Bestätigung vor Ort im Seminar
Raum: MAR 0.003
Beginn: 15.10.2024
Spätestens seit Kants berühmtem sapere aude! als Wahlspruch der Aufklärung steht selbst zu denken nicht nur in der Philosophie hoch im Kurs. Als Lehrer fördern wir Selbstdenken bei Schülerinnen, Schülern und Studierenden; bei Erwachsenen bewundern wir diejenigen die es tun. Dennoch scheint es eine Spannung zwischen zwei epistemischen Werten zu geben: zwischen Selbstdenken und der Liebe zur Wahrheit. Einerseits scheint es zu einem verantwortlichen intellektuellen Leben zu gehören, über viele Dinge selbst nachzudenken. Andererseits scheint es offensichtlich zu sein, dass die zuverlässigsten Wege, Antworten auf die meisten unserer Fragen zu erhalten, darin bestehen, sich auf epistemische Autoritäten und Expertinnen zu beziehen. Wird selbst zu denken also überschätzt? In diesem Seminar, das auch als eine Einführung in wichtige Probleme der sozialen Erkenntnistheorie konzipiert ist, werden wir diese zentrale Frage ausführlich untersuchen und ausgiebig diskutieren.
Anzuschaffende Textgrundlage: Matheson, Jonathan, 2024, Why It’s OK Not to Think for Yourself, New York and London: Routledge. - Das Buch ist als pdf über die TU-Universitätsblibliothek (von außerhalb des Campus sind VPN und Login erforderlich!) verfügbar
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Axel Gelfert
- Trainer/in: Dirk Koppelberg