Die Biophilosophie von Jakob von Uexküll und George Canguilhem
Die Biophilosophie steht in einem doppelten Verhältnis zu
den Biowissenschaften. Einerseits nimmt sie deren Wissensstand und Methoden zur
Kenntnis, andererseits ergänzt sie die naturwissenschaftliche Erforschung
biologischer Phänomene durch metaphysische, epistemologische, ethische und
sozialhistorische Perspektiven. Dabei betrachtet sie individuelle Lebewesen
stets sowohl unter dem Aspekt ihrer funktionalen als auch ihrer leiblich-seelischen
und Normen setzenden Ganzheit und reflektiert von hier ausgehend über ihre
Beziehung zu ihrer Umwelt. Ziel des Seminars ist, zentrale biophilosophische Denkweisen
vorzustellen unter besonderer Berücksichtigung der Schriften von Jakob von
Uexküll und George Canguilhem. Wir werden unter anderem das vielfältige Verhältnis von
Organismus und Umwelt, Organismus und Maschine, die normative und semiotische Aktivität
von Lebewesen und die unlösbare
Verflechtung der zentralen medizinischen Kategorien des Normalen und des
Pathologischen mit sozialen Tatsachen diskutieren.
Interessenten sollen sich auch persönlich beim Dozenten bis zum 30.06.2024 per Email melden: <span lang="DE">spyridon1967@gmail.comspan>
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Spyridon Koutroufinis