Seminar: 3 ECTS

Exkursion: 3 ECTS (Keine Pflichtexkursion. Anmeldung nur möglich bei Teilnahme am Seminar.)

Zeit: Montag, 16:00-18:00

Ort:  A201a

Erster Termin: 15.04.2024.

Dozentin: Dipl.-Ing. (Univ.) Gyöngyvér Győrffy

 

EYESORE ARCHITECTURE -

THE LATE-MODERN UNCANNY

BERLIN --- BUDAPEST

Die Hauptstädte Berlin und Budapest sind Schauplätze urbaner Transformationsprozesse, die der Soziologe Joachim Fischer als Rekonstruktivismus bezeichnete.

In Seminar widmen wir uns den hässlichen Gebäuden, den ’eyesore architectures’ und versuchen diese als Beispiele des UNHEIMLICHEN in Architektur zu deuten. Wir werden uns mit psychologischer Projektion, dem kulturgeschichtlichen Phänomen des Doppelgängers (in Film und Architektur), Kopien und Mimesis, dem Authentischen und Inauthentischen und dem Hässlichen in der Architektur auseinandersetzen, um den Diskrepanzen im Verständnis von spät-modernistischer Architektur auf den Grund zu gehen. Denn trotz gegenwärtiger Initiativen zu dem Erhalt spät-modernistsicher Architektur häuft sich die Beseitigung hässlicher spät-moderner Architekturen.  Zum Umdenken und Repositionierung der Status dieser Bauten drängt uns nicht nur der Klimawandel und der Imperativ der Nachhaltigkeit, sondern auch kulturell und ästhetisch können diese unpassenden Bauten als ‚unverzichtbar‘ erachtet werden, wie die Kulturanthropologin Melanie van der Hoorn bereits darauf aufmerksam machte.

In erster Linie geht es bei diesem Seminar also mittels einer spekulativen Annäherung darum, sich der UNHEIMLICHKEIT dieser Gebäude anzunehmen – es zu ergründen und ein Verständnis für diese zu erarbeiten. Hierbei werden Bauten der 60er-70er- und 80er Jahre in Budapest und Berlin kategorisiert und kontextualisiert, kartographiert und kritisch gegenübergestellt.

 Zwischen dem 09.05-12.05.2024 findet eine Exkursion nach Budapest statt. Die Teilnahme an der Exkursion ist freiwillig, jedoch an die Teilnahme am Seminar gebunden.