Veranstaltungskommentar:
Generative
KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, DALL-E, Midjourney oder Stable Diffusion
unterscheiden sich in folgenreicher Weise von den uns bislang bekannten und
vertrauten technischen Geräten, Systemen und Infrastrukturen. Dies betrifft
sowohl die Art und Weise, wie diese KI-Systeme hergestellt werden und wie ihre
Funktionseigenschaften zu Stande kommen, als auch die Art und Weise, wie sie in
Nutzungszusammenhänge integriert und genutzt werden. Anders als bei der uns
gewohnten technischen Ausstattungen sind die Funktionseigenschaften generativer
KI-Systeme nicht direkt von Entwickler:innen erschaffen und gestaltet, sondern
von den KI-Systemen erlernt und dies in einer Weise, die von den
Entwickler:innen nur indirekt gesteuert und kontrolliert werden kann. Und anders
als bei der uns gewohnten technischen Ausstattungen werden generative
KI-Systeme nicht mittels vordefinierter Befehle bedient, sondern durch
alltagsprachliche Beschreibungen dessen, was man von ihnen will, denen die
KI-Systeme auf der Grundlage eigener Interpretationen mehr oder weniger im
Sinne der Nutzer:innen nachkommen. Eine der vielen soziologischen Fragen, die
das Aufkommen und die Verbreitung von Systemen generativer KI aufwerfen, ist
die Frage nach der Steuerbarkeit und Kontrollierbarkeit dieser neuen
Technologie. Ziel des Seminars ist es, unterschiedlichen Aspekten dieser Frage
nachzugehen.
- Trainer/in: Philip Daniel Baumbach
- Trainer/in: Ingo Schulz-Schaeffer
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff