Funck, Di 14-16, KAI 1315

Israelbezogener Antisemitismus

Seit Gründung des Staates Israel als „Heimstätte für das jüdische Volk“ dient dieser wie auch die jüdische Nationalbewegung auch als Projektionsfläche für antisemitische Ressentiments. In Öffentlichkeit und Forschung ist allerdings umstritten, welche Aussagen zu Israel und Zionismus in welchen Kontexten als antisemitisch eingestuft werden müssen.

In diesem Seminar a) behandeln wir die grundlegende einführende Literatur, in der israelbezogener Antisemitismus konzeptionalisiert wird; b) lernen wir konkurrierende Modelle zur Bemessung von israelbezogenem Antisemitismus kennen; b) diskutieren wir konkrete Fallbeispiele und c) schauen wir auf ausgewählte öffentliche Debatten über israelbezogenen Antisemitismus.

Die Fallbeispiele werden in der ersten Sitzung gemeinsam ausgewählt. Um entsprechende Vorbereitung wird gebeten.

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung auf ISIS. Sie ist auf Studierende im Masterstudiengang "Interdisziplinäre Antisemitismusforschung" beschränkt.

Literatur: Armin Pfahl-Traughber, Antizionistischer Antisemitismus, antiimperialistische Israelfeindlichkeit und menschenrechtliche Israelkritik, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 24 (2015), S. 293- 318; Julia Bernstein, Israelbezogener Antisemitismus. Erkennen - Handeln - Vorbeugen, Weinheim/München 2021; Thomas Haury/ Klaus Holz, Antisemitismus gegen Israel, Hamburg 2021.

Anrechenbar in den Modulen: MA-ZfA 2, 9/3