Hannah Arendts Überlegungen zur Ethik entzünden sich an ihrer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Nachdem sie angesichts des Eichmann-Prozesses die kontroverse These von der „Banalität des Bösen“ aufgestellt hat, setzt sie sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Moralität nach dem totalitären Zivilisationsbruch möglich ist. In diesem Seminar lesen wir Passagen aus „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ und „Eichmann in Jerusalem“ sowie Vorlesungen und Aufsätze, die sich mit den Bedingungen der Möglichkeit von Moral, Autonomie und persönlicher Verantwortung befassen.


Lektüre zur Vorbereitung: 

Tömmel, Tatjana and Maurizio Passerin d’Entreves, "Hannah Arendt", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Spring 2024 Edition), Edward N. Zalta & Uri Nodelman (eds.), forthcoming URL = <https://plato.stanford.edu/archives/spr2024/entries/arendt/>.https://plato.stanford.edu/entries/arendt/