In einer Kooperation mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz erkundet dieses Seminar den Zusammenhang zwischen den technischen und kulturellen Ebenen der Energiewende. Welche Perspektiven erhalten wir, wenn wir den Wandel des Energiesystems in einem kulturellen Horizont betrachten? Wie lässt sich hier disziplinübergreifend über Transformation sprechen? Wo – in Infrastrukturen, Praktiken und Ideen – hat eine postfossile Zukunft bereits Kontur gewonnen?

Um solche Fragen zu beantworten wird im Seminar eine breite inhaltliche Basis erarbeitet. Der Schwerpunkt im Sommersemester 2024 liegt auf Exkursionen zu Standorten der Energietransformation im Berliner Raum und dem Austausch vor Ort mit ExpertInnen von 50Hertz und aus dem Energiesektor. Wir werden also technische Erneuerbaren-Projekte in Augenschein zu nehmen (Trassenbegehung, Digitalisierungsprojekte, Volatilitätsmanagement), mit VertreterInnen von NGOs zusammenzutreffen sowie aktuelle Kommunikationsformate im Hinblick auf Partizipation und Akzeptanz zu erkunden.


In den verbleibenden Seminar-Terminen werden weitere Lektüregrundlagen erarbeitet, dies erstreckt sich auf aktuelle Texte aus den Kultur- und Sozialwissenschaften, Literatur & Essay, Bildende Kunst, Film, Social Media. Die thematischen Schwerpunkte lauten:


  • Energietransformation als kultureller Wandel und als Wandel von Narrativen

  • Untersuchung von Krisen- und Innovationsszenarien der Energie (historisch und aktuell)

  • Dezentral und regenerativ: Neue Perspektiven auf die Energiewende als Gesellschaftsprojekt


Zudem werden wir wieder Gastreferent*innen aus dem Energiewende- und Klimaschutzbereich ins Seminar einladen.

Der Besuch des ersten Teils des Seminars im vergangenen Wintersemester ist keine Voraussetzung für die Teilnahme im Sommersemester.