
- Das Studienprojekt setzt die Teilnahme am Hauptseminar voraus
- Zum Teil als Blockseminar
Während Historiker ausführlich über das Berliner Musikleben, die Berliner Kunst- und Literaturszene oder die Theaterlandschaft gearbeitet haben, steht eine Bestandsaufnahme der Berliner Wissenschafts- und Technikkultur noch ganz am Anfang. Aufbauend auf das gleichnamige Seminar beschäftigt sich das Studienprojekt dazu mit einer Reihe von Fallstudien zu ausgewählten Orten, an denen die Berlinerinnen und Berliner im Kaiserreich, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus Wissenschaft und Technik in Ausstellung, Museum und Alltag erleben konnten: Etwa von der Arbeitsschutzausstellung bis zum Zeughaus, von dem Museum für Meereskunde zum Naturkundemuseum, oder von Ausstellungen an der Technischen Hochschule zum AEG-Showroom in den Friedrichstraßenpassagen.
Zentrale Aufgabe des Studienprojekt wird es sein, jeweils eine geeignete Recherchestrategie zu entwickeln, mit der das öffentliche Interesse an den ausgewählten Präsentationen von Wissenschaft und Technik bestimmt werden kann. Dazu ist zu fragen: Wo im Berliner Stadtraum wurde Wissenschaft und Technik ausgestellt und diskutiert? Wie viele Personen besuchten die Museen und Ausstellungen? Wie lange und intensiv war das Interesse? Aber auch: Was stand in der Zeitung? Eine "Wissenschaftskritik" - so wie eine Konzert- oder Literaturkritik - gab es wohl eher nicht. Was zeigte die Wochenschau? Eher die Ausstellungseröffnungen, aber kaum den Durchschnittsbesucher und seine Reaktionen.
In einem zweiten Schritt ist zu klären, wie die Ergebnisse der Recherchen am besten zusammengeführt werden können, um ein erstes Bild einer Berliner Wissenschafts- und Technikkultur zu zeichnen. Hierzu werden ein kollaboratives Notebook angelegt und es soll versucht werden, daraus schließlich eine Online-Ausstellung zu machen.
- Trainer/in: Arne Schirrmacher