*Achtung, es wird in Kürze einen neuen Kurs geben, in den sich zeitnah eingetragen werden kann*

Dozent:in: Dr. Alexander Röstel und Dr. Robert Skwirblies

Zeit: Termine folgen: Einführung und Abschlusstermin in der Diathek des Fachgebiets Kunstgeschichte / Exkursion nach Bologna voraussichtlich im Februar/ März 2024

Modulzugehörigkeit: BA-KulT KuWi 2, 3, 6; MA-KuWi 1, 5, 6a,

Beschreibung: 

Spätestens seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert avancierte Italien – damals noch in verschiedene Königreiche und Fürstentümer unterteilt, zum Sehnsuchtsort all derer, die sich das Reisen leisten konnten. Rom, Venedig, Florenz, Mailand und Neapel waren dabei aus unterschiedlichen Gründen die beliebtesten Ziele für kulturelle Aufenthalte. Bologna spielt bis zum heutigen Tag eine eher untergeordnete Rolle in der fortlebenden Tradition der Italienreisen und das trotz eines einzigartigen künstlerischen Erbes, das bis in die Antike zurückreicht und seinen Höhepunkt in der äußerst einflussreichen Schule der Carracci fand. 

Die Exkursion, die insbesondere für fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende konzipiert ist, möchte ein Korrektiv bilden, indem es Möglichkeiten schafft, in diese pulsierende Metropole im Norden des Landes einzutauchen, um herausragende Kunst- und Bauwerke vor Ort erfahrbar zu machen. Dazu zählen neben der Basilika des heiligen Petronius, mit ihrem bedeutenden Fassadenschmuck und ihren reich ausgestatteten Kapellen, zahlreiche weitere Kirchen, die für ihre Kunstschätze berühmt sind, darunter San Domenico, San Francesco, Santa Maria dei Servi, Santa Maria della Vita, Santo Stefano und San Giacomo Maggiore. Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Identität der Stadt ist die Universität: 1088 gegründet, gilt sie als die älteste in Europa. Der enge Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft spiegelt sich auch in den sorgfältig ausgewählten Destinationen wider. Dem wirtschaftlichen Aufschwung im 15., 16. und 17. Jahrhundert verdanken sich zudem eine Reihe reich ausgestatteter Paläste, von denen einige ebenfalls im Rahmen von Besichtigungen erschlossen werden sollen. Die Exkursion wird abgerundet von den Beständen der örtlichen Museen, allen voran das Museo Civico Medievale und die Pinacoteca Nazionale, die neben Mittelalter, Renaissance und Manierismus auch die Bologneser Schule beherbergt, darunter Hauptwerke von Annibale Carracci, Guido Reni und Guercino. Keine andere Stadt hat zudem so viele bedeutende Künstlerinnen hervorgebracht wie Bologna. Zusätzlich zu den Kirchen, Museen und Palästen werden die Stadt, ihre wechselvolle Geschichte und ihre Kunstliteratur im Mittelpunkt stehen.

Aus diesem vielfältigen Komplex können sich die Teilnehmenden Themen für Referate und Hausarbeiten nach Interesse auswählen. Eine weiterführende Beschäftigung in Form von Abschlussarbeiten ist wünschenswert. Grundkenntnisse der italienischen Sprache sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Eine anteilige Kostenübernahme für die An- und Abreise sowie die Übernachtungen ist beantragt. Der voraussichtliche Termin für die Exkursion wird in der vorlesungsfreien Zeit gegen Ende des Wintersemesters sein. Eine Teilnahme an den Einführungsveranstaltungen in Berlin sowie die Übernahme von mindestens einem Referat vor Ort ist notwendig. Eine Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 24 ist aus praktischen Gründen erforderlich. Dem Teilnahmewunsch beizufügen ist daher eine kurze Begründung.