Wir wollen uns dem Phänomen des Preppens aus soziologischer und geschlechtertheoretischer Perspektive annähern. Wie können verschiedene Praktiken des Sich-auf-die-Katastrophe-Vorbereitens historisch eingeordnet und analytisch gefasst werden? Welche Verständnisse von Individualität und Kollektivität, von Staat und Gesellschaft, welche der (Vor)Sorge wohnen ihnen inne? Welche Rolle spielen Geschlecht, Klasse, Kolonialismus und rechte Ideologien? Wie kann eine feministische Kritik des Preppens formuliert werden? Auf Grundlage gemeinsamer Textarbeit wenden wir Thesen, Konzepte und Theorien schließlich auch empirisch an, zum Beispiel durch die Auswertung von Internetforen, Videos oder Literatur. Darüber hinaus wollen wir nach alternativen Formen des Preppens fragen: Wie kann eine feministische, solidarische Praxis des Vorsorgens aussehen?
- Trainer/in: Bettina Barthel
- Trainer/in: Myriam Sarah Raboldt
- Trainer/in: Dulguun Shirchinbal