
Zumbrägel, Christian
LV-Nr.: 3131 L 315
BA KulT WTG 3, 4
BA KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 2, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 11, 12, 14
SE/HS Ein „hölzernes Zeitalter“? – Ressourcengeschichte der Frühen Neuzeit
Di., 14-16 Uhr
Raum: H 7112, Anmeldung über ISIS
Beginn: 18.04.2023
Holz war in der Frühen Neuzeit der bedeutendste Energielieferant und ein wichtiger Werk- und Baustoff. Der Nationalökonom Werner Sombart (1863–1941) hat die Vormoderne deshalb als „hölzernes Zeitalter“ charakterisiert. Ausgehend von Sombarts These gehen wir in dem Seminar der materiellen Kultur der Frühen Neuzeit nach und fragen nach der Bedeutung dieser und weiterer Schlüsselressourcen in verschiedenen Bereichen der frühneuzeitlichen Wissenschaft und Technik. Wir widmen uns der sogenannten Holznotkontroverse des 18. Jahrhunderts, folgen den Ressourcenströmen der Montanindustrie (z.B. Salz, Eisen) und den Abfallkreisläufen vorindustrieller Gesellschaften. Von Interesse sind auch die materiellen Grundlagen der Frühindustrialisierung in Europa und in anderen Kulturräumen sowie globale Konsum- und Luxusgüter (z.B. Gold, Baumwolle und Zucker), die in der vorindustriellen Zeitentlang ihrer Wertschöpfungskette über Ozeane und Märkte zirkulierten.
Radkau, Joachim: Holz. Wie ein Naturstoff Geschichte schreibt, München 2018
(überarbeitete und erweiterte Neuauflage).
Vogel, Jakob: Ein schillerndes Kristall. Eine Wissensgeschichte des Salzes zwischen
Früher Neuzeit und Moderne, Köln 2008.
- Trainer/in: Katharina Busch
- Trainer/in: Berta Hermine Fischer
- Trainer/in: Christian Zumbrägel