Das Seminar widmet sich ausgewählten philosophisch-literarischen Quellen (Literatur von u.a. Hermann Cohen, Theodor W. Adorno, Sigmund Freud, Erich Fromm, Franz Kafka, Heinrich Heine, Margarete Susman, Hannah Arendt) der modernen Jüdischen Existenz, die zwischen Selbst- und Fremdbestimmung, zwischen Partikularität und Universalität, Emanzipation, Akkulturation, Diaspora und Zionismus oszilliert. Als komplexe intellektuelle Zeugnisse erweist sich die dichterische, philosophische Literatur als erkenntnisleitend und für die Interdisziplinäre Antisemitismusforschung als fundamental, weil in ihr jüdische Differenzerfahrung divergent artikuliert und darüber hinaus Antisemitismus analysiert und bewertet wird. Zum Seminar eingeladen sind Studierende bzw. Forschende, die an dem literarisch-philosophischen Blick Interesse haben und sich aktiv im Seminar und in dessen Gestaltung einbringen möchten.

Literatur 

  • Dan Diner (Hg.) Zivilisationsbruch. Denken nach Auschwitz, Frankfurt am Main 1988.
  • Christoph Schulte, Deutschtum und Judentum. Ein Disput unter Juden aus Deutschland, Leipzig 1993.
Raum und Zeit:  KAI 1214, 12-14h 
Um Anmeldung via email bzw. Eintragung in ISIS wird gebeten.