„Bildung“ und „Prävention“ markieren zwei unterschiedliche Prinzipien und Perspektiven im Umgang mit Gewalt, Extremismus und Antisemitismus (und ähnlich bewerteten sozialen Problemen). „Bildung“ steht für eine Unterstützung von Entwicklungsprozessen gesellschaftlicher Subjekte, während „Prävention“ die derzeit dominierende Sicherheitsperspektive mit ihrer Verhinderungslogik repräsentiert. Das Seminar befasst sich im ersten Teil mit Struktur und Geschichte dieser beiden Richtungen. Im zweiten Teil werden Konzepte, Programme und Projekte des pädagogischen Umgangs mit Gewalt, Extremismus und Antisemitismus in verschiedenen Praxisfeldern behandelt. Das endgültige Programm der Lehrveranstaltung wird in den ersten beiden Sitzungen diskutiert und festgelegt. Die Studierenden haben somit die Möglichkeit, die sie interessierenden Themen einzubringen.
Literatur:
-Themenheft der
Zeitschrift Widersprüche (Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-,
Gesundheits- und Sozialbereich) 36 (2016), Nr. 139: „Politik der Prävention“ - Puschke, Jens/ Singelnstein, Tobias (Hg.):
Der Staat und die Sicherheitsgesellschaft, Wiesbaden 2018
- Heinzelmann, Claudia et al. (Hg.):
Prävention & Demokratieförderung. Gutachterliche Stellungnahmen zum 24. Deutschen
Präventionstag, Mönchengladbach 2019
- Kumar, Victoria et al. (Hrsg.): Antisemitismen. Sondierungen im
Bildungsbereich, Frankfurt a.M. 2022