Platon wird in der sich über mehr als zwei Jahrtausende erstreckenden Wirkungsgeschichte seines Werkes oft pauschal als ein Philosoph wahrgenommen, der die Wirklichkeit verdoppelt und sie auf eine Welt von Ideen zurückführt. Diese Auffassung ist nicht falsch, trotzdem aber einseitig. Eine aufmerksame Lektüre deckt einen Denker auf, der zudem großen Wert auf die wissenschaftliche Fundierung seiner Ergebnisse legt, sein Augenmerk intensiv auf das gelungene Leben von Individuum und Gemeinwesen richtet sowie Philosophie als Lebensform konzipiert. Im Seminar bemühen wir uns einerseits um eine historisch adäquate Interpretation von zentralen Passagen des platonischen Œuvres und fragen andererseits nach der Aktualität der rekonstruierten Gedankengänge. – Diese Veranstaltung kann bei aktiver Teilnahme auch zur Erfüllung der Vorlesungskomponente in BA KulT PHIL 5 besucht werden.
Literaturverweis:
Platon: Gesammelte Werke (in einem Band), Köln 2019.
Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt.
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Philip Reininghaus