Wildgruber, Gerald

LV-Nr.: 3131 L 016

MA-TGWT LW 3
MA-GKWT 7/3
BA-KulT IS 4

Freie Wahl

SE Novalis Allgemeines Brouillon: Frühromantische Theoriebildung zwischen Literatur und den Wissenschaften

Mi. 14-18 Uhr (14-tägig)
Raum: H 2051
Anmeldung über ISIS

Beginn: 20.04.2022

Der deutsche Bergbauingenieur Friedrich von Hardenberg, besser bekannt nach der parallelen Linie seines kurzen Doppellebens als der frühromantische Dichter Novalis (1772-1801), hat neben freirhythmischen Hymnen, Romanfragmenten und politischen Entwürfen ein immenses, tausende Seiten umfassendes kritisches Werk in Form von Aphorismen, Bemerkungen und kurzen fragmentarischen Reflexionen hinterlassen, die, geschieden sowohl von der Weimarer Klassik als auch von der nachfolgenden Romantik, in vielerlei Hinsicht in das 20.Jh weisen. Das Allgemeine Brouillon. Materialien zur Enzyklopädistik (1798/1799) ist die wichtigste dieser Handschriften. Wir folgen Wegen durch dieses immense Gebiet am Leitfaden der Frage nach dem Denken der Literatur in Bezug auf die Wissenschaften: Wissenschaft, in erster Linie als Mathematik, — mit Blick auf Hardenbergs weltliche Existenz als Ingenieur aber auch in Überlegungen zur Geologie, zum Mineralischen und zum Reich des Anorganischen, wie sie später auch bei Paul Celan eine Rolle spielen. Eine Auswahl von Texten wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.     

Literaturverweis:

Bände 2 und 3 Novalis, Schriften, hg.v.Samuel/Mähl/Schulz.