Dr. Koutroufinis, Spyridon A.
MA-TGWT PHIL 1, 3, 4
MA-PHIL 2, 3, 5
MA-PHIL FW 25
Das Seminar findet Online als Block statt.
05. bis 16.09.2022; Mo., Di., Do. Fr. (Mi. frei) von 12:00 bis 14:00 und 15:00 bis 17:00 Uhr
Mit dem Aufkommen der Theorie der Selbstorganisation und verwandter Ansätze hat sich in den
letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein neues Paradigma der Naturwissenschaften gebildet,
das sich inzwischen fest etabliert hat. Nicht nur sind seine weltanschaulichen Implikationen
vergleichbar mit denen der Relativitäts- und Quantentheorie, sondern ihm wird vor allem ein
hoher interdisziplinärer Wert zugesprochen: Die bei der Erforschung der leblosen Materie
erkannten Prinzipien der spontanen Strukturbildung seien auch für das Studium der Entstehung
von Ordnung bei biologischen, psychologischen, sozialen und ökonomischen Vorgängen
hochgradig relevant. Ziel des Seminars ist zunächst die Erläuterung von Grundbegriffen der
Selbstorganisationstheorie (‚Ordnung‘, ‚Komplexität‘, ‚Entropie‘, ‚Nichtlinearität‘ u.a.) und der
notwendigen Bedingungen, unter denen sie operieren kann. Vor diesem Hintergrund werden
anschließend die Grenzen der Anwendbarkeit dieser Theorie auf die Prozessualität des
Lebendigen und seiner Produkte ausgearbeitet. Dabei werden wir uns unter anderen mit den
Schriften bedeutender Wissenschaftler wie Ludwig von Bertalanffy, Heinz von Foerster, Ilya
Prigogine, Brian Goodwin kritisch auseinandersetzen.
Interessenten sollen den Dozenten möglichst vor dem 03. Juli 2022 kontaktieren
(spyridon1967@gmail.com).
- Trainer/in: Giulia Fammartino
- Trainer/in: Spyridon Koutroufinis