Seminar für MA
Dozent: Dr. Robert Skwirblies
Donnerstag 12-14 Uhr
Raum: A072
Module: MA 1, 2, 3b, 6a, 6b
--> teilnehmer:innenbeschränkter Kurs!
Für diesen Kurs sind noch Restplätze verfügbar. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Angabe Ihres vollen Namens unter diathek@kunstwissenschaft.tu-berlin.de
Das Seminar widmet sich einem Bereich europäischer Kunst, der für
Jahrhunderte impulsgebend war: der seit der Renaissance wiederentdeckten
antike Skulptur. Gemeint sind vor allem die klassischen,
hellenistischen und römischen Werke, die in unüberschaubarer Zahl
gesammelt, restauriert, nachgeahmt, vervielfältigt wurden und bis ins
frühe 20. Jahrhundert als identitätsstiftender Maßstab sowohl der
Kunstbetrachtung als auch des Kunstschaffens galten. Im Mittelpunkt
steht hier der materielle Umgang mit den Werken und dessen Relevanz für
deren Wahrnehmung: Wie wurden die zum Teil eben ausgegrabenen,
fragmentarischen und beschädigten Werke aufgearbeitet, um sie (wieder)
als Kunstwerke erfahrbar zu machen? Welche Werke wurden zu kanonischen,
ja teils ikonischen Vorbildern, welche andere blieben im Hintergrund
oder gerieten in Vergessenheit? Welche Impulse gaben sie der Kunst, im
Original oder in der Nachbildung? Wie hing ihre größte Präsenz – in den
akademischen Abgusssammlungen des 19. Jahrhunderts – mit ihrem
tatsächlichen Bedeutungsverlust zusammen? Diesen und weiteren Fragen
geht das Seminar anhand exemplarischer Werke und Quellentexte nach, die
vom ausgehenden Mittelalter bis in die Moderne reichen.
- Trainer/in: Lars Alexander Hemmerich
- Trainer/in: Robert Skwirblies
- Trainer/in: Milena Ingrid Maria Soquat
- Trainer/in: Paula Wunderlich