Der Kernphysiker Otto Hahn forderte in der Hochphase des Kalten Krieges 1958, dass Forschung stets international sein müsse und „dem Frieden und dem Fortschritt der ganzen Menschheit dienen“ solle.1 Während der Auseinandersetzung der Supermächte USA und Sowjetunion zwischen 1945 und 1990 wurde diese Forderung nicht erfüllt. Der Soziologe Lewis Mumford (1895 - 1990) war sogar der Meinung, dass technische Entwicklungen im Verlauf des Kalten Kriegs besonders stark gefördert wurden und der wissenschaftlich- technische Fortschritt im ausgehenden 20. Jahrhundert generell als eine Art direkter Konfrontation der Supermächte angesehen werden kann.2

Im Seminar „Geschichte und Zukunft der Technik“ widmen wir uns dieser Thematik. In einer Ausstellung, die auf dem Gelände des „Kulturbunkers Strausberg“, einem ehemaligen atomwaffensicheren unterirdischen Bunker, der zu Vorbereitung eines atomaren Gegenschlags errichtet wurde, sollten Teilthemen des Seminars ab Sommer 2022 auf Plakaten ausgestellt werden.