Veranstaltungsauftakt ist am 8.11.2021

Diese Veranstaltung wird von Dr. Hannah Lotte Lund geleitet.

Die Geschichte jüdisch-nichtjüdischer Begegnungen in Berlin in den Jahrzehnten um 1800 wurden und werden zum Teil bis heute in der Forschung höchst widersprüchlich gedeutet– als verlorenes Zeitalter „deutsch-jüdischer“ Verständigung wie als Vorgeschichte des Antisemitismus.
Nach einführenden Diskussionen über Begriffe und Historiographien jüdischen Lebens in Berlin und Preußen widmet sich das Seminar der Re/Lektüre ausgewählter Personenkonstellationen und Briefgespräche zwischen 1780 und 1840. Dabei geht es sowohl um zeitgenössische Konzepte von Emanzipation wie die Analyse ausgewählter historischer Briefdialoge, als Annäherung an das zeitgenössische Verständnis von Miteinander und Fremdheit. Wer spricht mit wem – worüber- und wie?

Literatur:

Barbara Hahn: Die Jüdin Pallas Athene. Auch eine Theorie der Moderne. Berlin 2002

Manfred Voigts: Das Machtwort: Scholems Position zum ,deutsch-jüdischen Gespräch', in: PaRDeS 2004

Hannah Arendt: Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin / The Life of a Jewish Woman. (Kritische Gesamtausgabe/Bd. 2, Göttingen: Wallstein 2021)