Im Zentrum des Seminars steht die Orientierung über die verschiedenen Konzepte der Gerechtigkeit von den frühen griechischen Denkern bis heute. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf die Darstellung, Würdigung und Kritik der traditionellen These, dass Gerechtigkeit ein Prozess und Prinzip ist, das nicht nur die Beziehungen zwischen Individuen, kleinen sowie großen Gruppen, Institutionen und Staaten bestimmt, sondern auch eine maßgebende Rolle bei der Regulierung der verschiedenen Neigungen und Handlungsimpulse im einzelnen Menschen spielt. Als Diskussionsgrundlage wird hauptsächlich die einschlägige Textauswahl von Christoph Horn und Nico Scarano dienen. Weitere relevante Quellen werden vom Dozenten zur Verfügung gestellt.