In der Antike war der Raub von Kult- und Kunstobjekten gang und gäbe. Dass der Zweite Weltkrieg die Kunstgeographie in Europa veränderte, bleibt im kollektiven Gedächtnis ebenso wie die Tatsache, dass Napoleon Tausende von Kunstwerken und Büchern verschleppen ließ. Auch der Erste Weltkrieg war ein Krieg um Kunst und Kulturgüter, was nur wenige wissen. Die zum Teil brutale, massive und nicht rückgängig gemachte Aneignung von Kulturgütern fremder Völker führte jedoch auch zu eindrucksvollen kulturhistorischen Befruchtungen. Wem gehört die Antike? Wem gehört die Schönheit? Gibt es nationalen Kulturbesitz? Kann man Kultur überhaupt besitzen? Oder sind die Museen und die Länder, die von den massiven Verlagerungen von Kulturerbe profitierten, nicht die provisorischen Hüter eines gemeinsamen Erbes der Menschheit?
Literatur :
James Cuno, Who owns Antiquity, Princeton, 2010; - Jeanette Greenfield, The Return of Cultural Treasures, 1996; Donald Malcolm Reid, Whose Pharaohs?: Archaeology, Museums, and Egyptian National Identity from Napoleon to World War I.,Oakland, 2002.
Liebe Studierende,
aufgrund der unsicheren Planungslage durch Corona und der IT-Problematik an der TU Berlin, kann es bei Angaben zu den Räumlichkeiten, Modulzugehörigkeiten und der Teilnehmer:innenanzahl kurzfristig zu Änderungen kommen. Diese werden nach Möglichkeit hier bekannt gegeben.
Daten:
Dozent:in: Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Teilnehmer:innen: 100
Zeit: MO 16-18
Raum: H 0104
Modul: BA KuIT KuWi 2, 3 + MA Kuwi 1, 2, 4
Beginn: 18.10.21
- Trainer/in: Luca Alexander Frepoli
- Trainer/in: Benedicte Savoy
- Trainer/in: Paula Wunderlich