!!! Einschreibung beendet - Restplätze verfügbar - bitte per Mail melden !!!
Wer die Einschreibung verpasst, meldet sich bitte unter diathek@kunstwissenschaft.tu-berlin.de unter Angabe des vollen Namens, sodass in Einzelfällen eine manuelle Einschreibung erfolgen kann.
Studierende, die noch nicht immatrikuliert worden sind und über keinen ISIS-Zugang verfügen, melden sich bitte unter diathek@kunstwissenschaft.tu-berlin.de, sodass wir Euch einen Gastzugang für die Kurse erstellen können.
Das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin wird im Frühsommer 2022 eine Ausstellung veranstalten, die sich der Technik des Holzschnitts und seiner wechselvollen Geschichte widmen wird: Das Verfahren konnte sich in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts etablieren und wurde zu einem wichtigen Motor für den Siegeszug gedruckter Bilder, die schon bald den Rang von Sammlerstücken erwarben. Seine zunehmende Bedeutung spiegelt sich in einer Reihe technischer und gestalterischer Innovationen: der Kombination mit dem Buchdruck mit beweglichen Lettern, der Einführung des Mehrfarbendrucks und der Arbeit mit Tonalitäten im Liniendruck. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts freilich musste der Holzschnitt seine Rolle als Leitmedium abgeben; anspruchsvolle Bilderfindungen wurden nun in den Tiefdrucktechniken Radierung und Kupferstich ausgeführt. Doch kein „Niedergang“ ohne revivals. Sie setzten im 18. Jahrhundert und ermöglichen bis heute immer wieder neue Zugänge zu dem Hochdruckverfahren. So machte man im 19. Jahrhundert mit dem Holzstich den Hochdruck für die industrielle Bildproduktion verfügbar, versuchte seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das Material und seine Bearbeitung in den Vordergrund zu rücken und betont in unseren Tagen die handwerkliche Seite seiner Produktion.
Parallel zur Ausstellung des Kupferstichkabinetts und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Restaurator*innen und Kurator*innen wollen wir im Seminar eine kleine Zusatzschau erarbeiten, die im Ausstellungsraum der Gemäldegalerie gezeigt wird und in der wir unsere eigenen Fragen an den Holzschnitt stellen wollen: Was interessiert uns am Verfahren, was an einzelnen Werken? Wie können wir aus dem Material, mit dem wir uns beschäftigen, eine überzeugende Ausstellung konzipieren, die mit der großen Schau korrespondiert, aber ihre eigenen Akzente setzt?
Das Seminar findet zum Teil in der Universität, zum Teil im Studiensaal des Kupferstichkabinetts statt und ist zweistündig angelegt. Allerdings müssen für die Realisierung der Ausstellung zusätzliche Treffen in den Semesterferien und zu Beginn des nächsten Semesters einberechnet werden. Es ist also kein „normales“ Seminar mit Referaten und Hausarbeit, sondern funktioniert wie ein Projekt, das mit einem Produkt abgeschlossen wird – einem gemeinsamen Ausstellungskonzept und den Objekttexten. Dafür wird ein Modell angestrebt, nach dem in dem Seminar zwei Leistungen beziehungsweise das Projektseminar in Modul MA 7a oder 7b abgedeckt werden können.
Aufgrund der Regelungen im Studiensaal des Kupferstichkabinetts ist die Teilnahme auf 12 Studierende begrenzt.
Liebe Studierende,
aufgrund der unsicheren Planungslage durch Corona und der IT-Problematik an der TU Berlin, kann es bei Angaben zu den Räumlichkeiten, Modulzugehörigkeiten und der Teilnehmer:innenanzahl kurzfristig zu Änderungen kommen. Diese werden nach Möglichkeit hier bekannt gegeben.
Daten:
Dozent:in: Prof. Dr. Magdalena Bushart
Teilnehmer:innen: 12
Zeit: MI 10-12
Raum: A 072
Modul: MA-Kuwi 3a, 6a, 7a und 7b
Beginn: 20.10.21
- Trainer/in: Magdalena Bushart
- Trainer/in: Alexandra Laudy
- Trainer/in: Helge Nies
- Trainer/in: Jennifer Pekel
- Trainer/in: Stella Maren Debora Schlichtiger
- Trainer/in: Paula Wunderlich