Das Pariser Klimaabkommen erfordert eine schnelle Transformation von Schlüsselsektoren unserer Wirtschaft. Diese Transformation wird weitgehend durch sektorspezifische Politikinstrumente vorangetrieben werden. Der Kurs, der von den DIW-Forschern Olga Chiappinelli und Jörn Richstein geleitet wird, konzentriert sich auf die Umsetzung aktueller Klimapolitiken und darauf, wie deren Gestaltung mit verschiedenen Methoden der angewandten Ökonomie analysiert und verbessert werden kann. Themen sind u.a. Fragestellungen bzgl. aktueller CO2-Bepreisungssysteme wie dem europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS), die ökonomischen Grundlagen eines klimapolitischen Maßnahmenpakets und die optimale Gestaltung von Politikinstrumenten, die die CO2-Bepreisung ergänzen, wie z.B. vertragliche Instrumente, das öffentliche Beschaffungswesen, Standards und Labels, sowie deren Anwendung auf verwandten Märkten, wie z.B. dem Strommarkt. Instrumente der angewandten mikroökonomischen Theorie wie Spieltheorie, Vertragstheorie und Verhaltenstheorie sowie verschiedene numerische Modellierungsmethoden der Klimapolitik und der zugrundeliegenden Märkte werden angewandt, um zu verstehen, wie klimapolitische Instrumente robust gegenüber Fragen der asymmetrischen Information und Verpflichtungsproblemen (Commitment Problems) sowie Unsicherheit und Pfadabhängigkeit gestaltet werden können.