Die Lehrveranstaltung Diskriminierende Sprache im öffentlichen Stadtraum richtet sich an Student:innen verschiedener Fachrichtungen, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihres Geschlechts, die sich für die Verwendung von antidiskriminierender Sprache im öffentlichen Raum interessieren. Die koloniale, faschistische und patriarchalische Geschichte begegnet uns täglich im öffentlichen Stadtraum. Zahlreiche Straßen in Berlin tragen die Namen von Kolonisierenden, Sklavenhändlern, Faschisten oder bezeichnen nationalsozialistische Orte.
Die Forderung einer Umbenennung von Straßennamen in Berlin wie der M*Straße, der Petersallee oder dem Nachtigalplatz erweckte in den letzten Jahren viel Aufsehen, doch bis heute bestehen die Straßennamen unverändert.
Durch unsere Lehrveranstaltung wollen wir die Masse an zu bearbeitenden Straßen, Denkmälern und öffentlichen Plätzen aufzeigen, um zu verdeutlichen, dass diskriminierende Sprache im Stadtraum kein Einzelfall ist und eine Verantwortung zum Handeln vorliegt. In einer sich als “multikulturell’’ bezeichnenden Weltstadt wie Berlin sollte ein besseres Bewusstsein für die Erinnerungskultur, die uns umgibt, existieren und eine fundierte historische Aufarbeitung gefördert werden. Die faschistische, koloniale und patriarchalische Diskriminierung im öffentlichen Raum stehen hierbei im Fokus.
Freie Wahl für Studierende des BA-Studiengangs
Zu diesem Kurs kann nur eine beschränkte Zahl von Teilnehmer*innen zugelassen werden. Näheres finden Sie auf der Homepage unter „Aktuelles“.
- Trainer/in: Helen Charlotte Rebecca Roßbach
- Trainer/in: Clara Westendorff
- Trainer/in: Paula Wunderlich