Biennalen erforschen: Exkursion zur 7. Athens Biennale ECLIPSE (September 2021)

Seminar-Exkursion, mittwochs, 14-16 Uhr (erste Sitzung am 28.04.)

BA Kuwi 3

MA Kuwi 2, 3a, 4, 6b, 7b


Periodisch wiederkehrende Ausstellungen gegenwärtiger Kunst wurden seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu zentralen Schauplätze der globalen Kunstwelt. In jüngster Zeit ist die Auseinandersetzung mit der sogenannten „Biennalisierung“ von Kunstproduktion und -rezeption zu einem wichtigen Forschungsfeld einer institutionenkritischen Kunstwissenschaft geworden. Als Teil eines mehrsemestrigen Forschungs- und Lehrschwerpunktes am Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne der TU Berlin wird im September 2021 eine Exkursion zur 7. Athens Biennale ECLIPSE (25.09-29.11.2021) angeboten.


Die neueste Ausgabe der 2005 gegründete Athens Biennale wird vom Kollektiv Omsk Social Club und dem in New York ansässigen Kurator Larry Ossei-Mensah (unter der künstlerischen Leitung des Gründungsdirektors Poka Yo) kuratiert. Sie stellt transkulturelle Verflechtungen sowie Positionen von „Künstler*innen der afrikanischen Diaspora“ ins Zentrum und verwendet hauptsächlich partizipative Formate und immersive Strategien (wie etwa „real game play, radical gossip, persuasive realities, ‚emotional hypnosis‘, bodying, synthesis, and visualization“).

 

Wie lässt sich die „afrikanische Diaspora“ als Kategorie des künstlerischen Felds am Veranstaltungsort Athen inszenieren? Wie reflektiert die Biennale, die oft als privilegierte Format für das Denken der Krise betrachtet wird, die Auswirkungen der COVID19 Pandemie auf unsere Gegenwart? In der Exkursion wollen wir den künstlerischen Output, die kuratorische Praxis und die diskursiven Strategien der 7. Athens Biennale erforschen. Anhand dieses Fallbeispiels setzten wir uns erneut mit den in früheren Semestern eingeführten Fragestellungen auseinander: etwa der Bezug zum Ort und die Interaktion mit lokalen Akteur*innen; die Verschränkungen aber auch die Spannungen zwischen globalen und lokalen Perspektiven; die Herausbildung international tätiger, künstlerischer und kuratorischer Netzwerke; die Teilhabe solcher periodischer Kunstausstellungen an der Ausweitung neoliberaler Wirtschaftsstrukturen sowie an Stadtmarketing und Tourismusindustrie. 

 

Interessierten Student*innen stehen insgesamt 15 Plätze zur Verfügung. Sollten mehr als 15 Personen an der Veranstaltung interessiert sein, wird in der ersten Sitzung am 28.04.21 ein Losverfahren stattfinden.  

Die Exkursion wird durch einige, während des Semesters stattfindenden, Seminarsitzungen vorbereitet. 

 

Ein erstes, einführendes Treffen findet am 28. April, um 14 Uhr statt.

Die genauen Daten der Exkursion werden bald angekündigt.

 Die Anmeldung erfolgt durch die Einschreibung in den ISIS-Kurs. Derzeit sind alle Teilnehmer:innenplätze vergeben.