Die klassische homogene Katalyse hat den Nachteil, dass nach der Reaktion alle
Reaktionsteilnehmer in der gleichen Phase vorliegen und schlecht voneinander
getrennt werden können. Dies betrifft besonders den homogenen
Edelmetallkatalysator, der dadurch oft nur einmalig zum Einsatz kommt und bereits
eine hohe Produktivität (TON = 1000 – 10000) aufweisen muss, um die Kosten für den
Einsatz zu decken. Daher finden nur wenige Reaktionen unter rein homogenen
Bedingungen statt, z.B. die Iridum-katalysierte Synthese des Herbizids (S)-Metolachlor.
Für eine Wiedergewinnung des Katalysators und eine einfache Abtrennung des
Produktes bedient man sich mehrphasiger Systeme. Einige Beispiele für
Mehrphasenreaktionen sind der Ruhrchemie/Rhône-Pulenc (RCH/RP)-Prozess, die
Nitrierung von Benzol und der Shell Higher Olefin Prozess (SHOP), die u.a.
beschrieben werden.
- Trainer/in: Frank Beuster
- Trainer/in: Michael Schwarze