Im Zuge der frühneuzeitlichen europäischen Kolonisation verfolgte man nicht nur militärische und politische, ökonomische und wissenschaftliche Interessen. Darüber hinaus wurden auch religiöse Konzepte und Dinge, Praktiken und Organisationsstrukturen in überseeische Gebiete gebracht sowie Europäer und Europäerinnen, die unter den Kolonisierten eine Konversion zum Christentum herbeiführen sollten. Die Forschungen zur katholischen wie protestantischen Mission haben sich in den letzten Jahren zu einem höchst innovativen Feld entwickelt und damit Anschluss an die internationale Kulturtransfer und Globalgeschichte gefunden. Daran anknüpfend werden in unserer Seminardiskussion neuere Ansätze der Geschlechter- und Emotionsgeschichte in diesem Themenbereich eine zentrale Rolle einnehmen. Bei Rückfragen: gleixner@hab.de