

"Haltet die Gewässer rein!"; Schulwandkarte der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Naturschutz-Aktion im Deutschen Naturschutzring aus den 1960er Jahren, als der (ökologische) Gewässerschutz allmählich ins Zentrum der öffentlichen Debatte rückte (Herkunft: Bilddatenbank des Kreisarchivs des Märkischen Kreises; abgerufen am 01.03.21).
Seit Jahrhunderten nutzen Menschen die biologischen Ressourcen der Flüsse, Seen und Meere
zur Nahrungsmittelversorgung. In dem Seminar gehen wir der Geschichte von Fischerei und
Fischzucht in den vergangenen drei Jahrhunderten nach. Themen wie Teichwirtschaft,
Fischereitechnik, Subsistenz oder Aquaponik beleuchten wir aus wissenschafts-, technik- oder
umwelthistorischen Blickwinkeln. Konzeptionell knüpft das Lehrkonzept an jüngere
Forschungsperspektiven im Feld der Human-Animal Studies an. Es gilt auszuloten, inwiefern
Aal, Lachs, Krill und Forelle selbst als wirkmächtige Agenten der Fischereigeschichte
analytisch zu begreifen sind. Wenn es die Situation zulässt, ist eine halbtägige Exkursion zum
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) am Müggelsee geplant.
Literatur:
Ruppenthal, Jens: Raubbau und Meerestechnik. Die Rede von der Unerschöpflichkeit der
Meere, Stuttgart 2018.
Kinsey, Darin: “Seeding the water as the earth”: The Epicenter and Peripheries of Western
Aquacultural Revolution, in: Environmental History 11 (2006), S. 527-566.
- Trainer/in: Katharina Busch
- Trainer/in: John Jeremy Damm
- Trainer/in: Christian Zumbrägel