Konstruktions- und Fertigungsverfahren stellen grundlegende Größen des Produktentwicklungsprozesses dar. Dazu zählt auch die Selektion der verschiedenen Werkstoffe. Da heute weit über hunderttausend in Datenbanken gespeicherte Stoffe gebräuchlich sind, wurde immer grundsätzlicher über die komplexen Auswahlmethoden nachgedacht. Dabei zeigte sich, dass Produktentwickler nicht nur über physikalisches und chemisches sondern auch über Wissen aus vielen anderen Bereichen verfügen müssen. Die Produkte und ihre Bauteile sollten nämlich wirkungsoptimal, fertigungsfreundlich, kostengünstig, sicher, dauerhaft, ästhetisch anspruchsvoll, leicht, bedienungs- und reparaturfreundlich sowie rasch (de)montierbar usw. sein. Das Seminar untersucht die Vielfalt dieser Aspekte anhand ausgewählter Beispiele in historischer und in systematischer Perspektive.

Literatur:
Ashby, Mike: Materials and Design. The Art and Science of Material Selection in Product Design, Oxford 2002 (zuerst als Materials Selection in Mechanical Design, 1992).
Reuter, Martin: Methodik der Werkstoffauswahl. Der systematische Weg zum richtigen Material, Leipzig 2007.