Курсы

Prof. Dr. Johannes Küchler

Andreas Pfeiffer

LV-Nr.: 3131 L 178

 

Module

Wissenschafts-und Technikkultur im traditionellen China (BA-KulT FW 36 China 2) / (MA-China 2 FW 38)

Wissenschaft und Technik im modernen China (BA-KulT FW 35 China 1) / (MA-China 1 FW 37)

Wissenschafts-und Technikkultur Chinas (MA-TGWT WTC) 

 

 

 

SE/HS            In China essen sie Hunde: Die vier regionalen Küchen Chinas

 

Block, in Präsenz TU Berlin, Marchstr. 23, Raum 4063 und 1064

Termine: 17.01./18.01 2026 und 30.01/01.02.2026, 10-17:00 Uhr,

Beginn: Samstag, 17.01.2026

 

In deutscher Sprache

 

Kursbeschreibung

Das Blockseminar bietet eine umfassende Einführung in die Vielfalt der chinesischen Küche mit einem Fokus auf regionale Besonderheiten, typische Zutaten und praktische Beispiele. Anhand der vier Hauptregionen Nord, Ost, West und Süd, erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in zentrale Geschmacksprofile, Kochtechniken und kulinarische Traditionen. Neben den regionalen Unterschieden werden auch kulturelle, historische und klimatische Einflüsse auf die Ess- und Trinkgewohnheiten beleuchtet. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für Chinas kulinarische Kultur und Tradition jenseits gängiger Klischees zu entwickeln. Theoretische Impulse werden durch Rezeptanalysen, Bildmaterial und Diskussionsrunden ergänzt.

Theoretischer Teil und Themenschwerpunkte
– Geschichte und Struktur der chinesischen Landwirtschaft
– Entwicklung der chinesischen Küche im historischen Kontext
– Regionale Unterschiede, Zutatenvielfalt und kulinarische Besonderheiten

Praktischer Teil
– Zubereitung typischer Gerichte aus den vier Hauptregionen Chinas
– Berücksichtigung vegetarischer Varianten sowie Fisch- und Fleischgerichte
– Kennenlernen grundlegender Zubereitungstechniken
– Auseinandersetzung mit regionalen Zutaten und Gewürzen
– Gemeinsames Kochen und Verkosten im Seminarrahmen

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Studierende ohne Vorkenntnisse, die Einblicke in die chinesische Gesellschaft gewinnen und mehr über deren Ess- und Trinkkultur erfahren möchten.

 

Lernziele

Nach Abschluss des Seminars werden die Teilnehmenden:
– die vier großen regionalen Küchen Chinas und deren charakteristische Merkmale kennen,
– typische Gerichte benennen, deren Zutaten und Zubereitungstechniken erklären sowie exemplarisch zubereiten können,
– und die kulturelle Bedeutung von Essen in der chinesischen Gesellschaft nachvollziehen und einordnen können.

 

Methoden

– Fachliche Impuls-Vorträge

– Studierenden-Präsentationen zu ausgewählten Themen
– Gemeinsames Kochen mit Anleitung und Reflexion
– Diskussionen und Rezeptanalysen

 

Prüfungsleistung:
– Zubereitung eines chinesischen Gerichts aus einer der vier Regionen
– Schriftliche oder mündliche Präsentation des Rezepts, einschließlich Zutaten, Zubereitungsschritte und kulturellem Hintergrund
– Reflexion der eigenen Kochpraxis im Kontext des Seminarinhalts

ACHTUNG! Teilnahmebeschränkung:
Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf maximal 12 Personen begrenzt.
Bei höherer Nachfrage wird eine Warteliste geführt.
Die Plätze werden nach dem Prinzip „First come, first served“ vergeben.

Anfallende Kosten:

Alle Teilnehmenden tragen gemeinsam die Kosten für die Zutaten.
Für alle vier Termine wird ein Beitrag von etwa 20 Euro pro Person veranschlagt.
Sollte am Ende Geld übrigbleiben, entscheiden wir gemeinsam, wie es verwendet wird.

 

Einführende Literatur

1) Thomas Höllmann "Schlafender Lotus, trunkenes Huhn"  Kulturgeschichte der chinesischen Küche Beck Verlag München 2010

2) Karin Schlotter, Elke Spielmanns-Rome "Culinaria China: Küche. Land. Kultur." h.f.ullmann publishing 2009

3) Gunter Schubert (Hrsg.) "Landwirtschaft in China: Herausforderungen und Perspektiven" Springer Verlag München 2015

These sessions aim to provide insights into key aspects of Artificial Intelligence in and related to China, including national AI strategies and governance, major industrial and technological applications, ethical and societal implications, China’s role in global AI development, and opportunities and challenges in international cooperation and competition.

Kursbeschreibung

Dieses Seminar untersucht die Entwicklung industrieller Technikkulturen in China und Deutschland aus einer historischen und kulturellen Perspektive. Beide Länder sind maßgebliche Akteure in der globalen Technologieentwicklung und haben in verschiedenen Epochen einzigartige Merkmale ihrer industriellen Technikkulturen gezeigt. Ziel ist es, die Entwicklungspfade, die Rolle der Akteure und die ideologischen Unterschiede der beiden Länder zu vergleichen und deren zivilisatorischen Austausch zu analysieren. Das Seminar wird in drei Dimensionen gegliedert: eine vertikale historische Analyse, eine horizontale Betrachtung der Akteure und eine metaphysische Auseinandersetzung mit den ideologischen Grundlagen. Ein wichtiger Bestandteil wird die Analyse aktueller Innovationen in China sein, wie etwa die industrielle Entwicklung in Shenzhen, um das neueste industrielle Wachstum und die technologische Entwicklung des Landes zu beobachten. Es fördert das Verständnis für die Technikkulturen beider Länder und untersucht Wege für eine gegenseitige Inspiration, die nachhaltige Entwicklung und globale Kooperation unterstützt. Zudem wird der Austausch im Kontext der „2025 Strategie“ Chinas und der „Industrie 4.0“-Strategie Deutschlands beleuchtet, um Synergien in technologische Innovation und kulturelle Integration zu fördern.

 

Kursplan
Der Kurs umfasst acht Teile. Die Studierenden wählen aus den genannten Inhalten jeweils ein Thema aus Themenbereich I – Historische Entwicklung der industriellen Technikkulturen Chinas und Deutschlands sowie eines aus Themenbereich II – Analyse der Akteure der industriellen Technikkulturen, das ihrem Interesse entspricht. Zu beiden Themen (je eines pro Block) halten sie ein Referat.
 

14.11.2025 Einzelveranstaltung: Einführung 14-16

https://tu-berlin.zoom-x.de/j/2233074322?pwd=CyjJu1W5fyPFoGlAOjvEBWvCza6m9u.1&omn=67988201702

ID223 307 4322

PIN486024

14.02.2026 Block 1+2  10:00-15:00 Uhr

15.02.2026 Block 3+4  10:00-15:00 Uhr

21.02.2025 Block 5+6  10:00-15:00 Uhr

22.02.2026 Block 7+8  10:00-15:00 Uhr

Einführende Literatur

1.       Banse, G. (2015). Technikentwicklung und die Bewertung ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen. Festvortrag auf dem Neujahrsempfang der vier Serviceclubs Frankfurt (Oder), 9. Januar 2015. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing. Verfügbar unter: https://www.itas.kit.edu/

2.       Banse, G., & Grunwald, A. (2010). Technik und Kultur: Bedingungs- und Beeinflussungsverhältnisse. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing. DOI: 10.5445/KSP/1000019730

3.       Braun, R., & Winkel, H. (Hrsg.). (1971). Industrielle Revolution. Wirtschaftliche Aspekte. Köln: Böhlau Verlag.

4.       Hirn, Wolfgang (2024): Der Tech-Krieg: China gegen USA—und wo bleibt Europa?, Frankfurt/M.

5.       König, Wolfgang (2007): Wilhelm II. und die Moderne. Der Kaiser und die technisch-industrielle Welt, Paderborn.

6.       König, Wolfgang (1971). Universitätsreform in Bayern in den Revolutionsjahren 1848/49. Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte, 1971(3), 570. Verfügbar unter: DigiZeitschriften, http://www.digizeitschriften.de

7.       Radkau, Joachim (2008): Technik in Deutschland. Vom 18. Jahrhundert bis heute, 2. Aufl., Frankfurt/M.

8.       Rosa, Hartmut.(2018). Unverfügbarkeit (Unruhe bewahren). Residenz, Salzburg.

9.       Rosa, Hartmut.(2016).Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung. Suhrkamp, Frankfurt am Main.

10.   Sieren, Frank (2022): Shenzhen - Zukunft Made in China: Zwischen & Kreativität und Kontrolle – die junge Megacity, die unsere Welt verändert, München.

Kursbeschreibung

Das Jahr 2025 brachte eine Vielzahl von Veränderungen im globalen, geopolitischen Gefüge mit sich - Handelsbeziehungen und Sicherheitsallianzen, die als gesetzt galten stehen plötzlich auf dem Prüfstand. In den letzten Jahren hat sich abgezeichnet, dass das “alte China,” und die Grundnannahmen, die wir über das “Reich der Mitte” für selbstverständlich hielten nicht unbedingt weiterhin gültig sind - es wird Zeit sich das “neue China” anzuschauen. 

 

Dementsprechend geht die deutsche Bundesregierung  - genau wie die Europäische Kommission - in die nächste Runde, wenn es um Überlegungen zu einem zukunftsfähigen Umgang mit einem der geopolitisch signifikantesten Partner geht: China. 

 

Bei all den strategischen Überlegungen ist es notwendig sich das kontemporäre China genauer anzusehen: was sind Chinas derzeitige politische und wirtschaftliche Prioritäten, welche Strategien verfolgt die Kommunistische Partei China und wie decken sich diese Handlungsweisen mit dem deutschen, derzeitigen Chinabild?

 

Dieser Kurs bietet einen rationalen “Reality-Check” - welche Grundannahmen über China dominieren den derzeitigen Diskurs über China und inwiefern sind die Annahmen mit der Realität vereinbar? 

 

Ziel des Kurses ist die Herausarbeitung der derzeitigen wirtschaftspolitischen Prioritäten der deutschen Bundesregierung und die damit einhergehenden Handlungsempfehlungen sowie die Analyse der Vorgehensweise der Entscheidungsträger in China - was ist die “neue Normalität” im Umgang mit China und wie sollte sie aussehen?

 

Seminarteilnehmer:innen werden die Chance haben ihre eigene “China-Strategie” zu entwickeln und das nächste Kapitel der deutsch-chinesischen Geschichte weiterzuschreiben. Die “China-Story” geht in die nächste Runde und bedingt eine umfassende, zukunftsfähige und beiderseitig vorteilhafte Strategie.

 

Dieser Kurs ist für China-Kenner und China-Neulinge gleichermaßen geeignet, wobei generelle Vorkenntnisse über Geschichte und Wirtschaft Chinas sowie Interesse an Geo- und Wirtschaftspolitik von Vorteil sind. 

 

 

Einführende Literatur:

  • China-Strategie der Bundesregierung - Auswärtiges Amt
  • Thomas König, Sven Agten - China: Business und Alltag meistern
  • Ryan Hass, Bonnie Glaser, and Richard Bush - U.S.-Taiwan Relations: The Past, Present, and Future of a Unique and Consequential Relationship

·        Bas Hooijmaaijers - Unpacking EU Policy-Making towards China: How Member States, Bureaucracies, and Institutions Shape its China Economic Policy

·        Li Xing - China-EU Relations in a New Era of Global Transformation

·        Wolfgang Hirn - Shenzhen: Die Weltwirtschaft von morgen

Kursbeschreibung

Seit jeher fasziniert die Vorstellung von Unsterblichkeit Menschen in allen Kulturen. In China begegnet uns dieses Motiv bereits in den Grabbeigaben der Shang-Dynastie (16.–11. Jh. v. Chr.), in den philosophischen Schriften der Zeit der Streitenden Reiche, in den prächtigen Grabstätten des Ersten Kaisers sowie in den daoistischen und buddhistischen Lehren späterer Jahrhunderte. Auch die Alchemie, sowohl in ihrer äußeren Form des waidan 外丹als auch in der inneren Praxis des neidan 內丹 nahm dabei einen wichtigen Platz in der Suche nach Unsterblichkeit ein.

Das Seminar spannt einen weiten Bogen von diesen frühen Vorstellungen über das ewige Leben bis hin zu aktuellen Entwicklungen im digitalen Zeitalter. Dabei werden Fragen aufgegriffen: Was verbirgt sich hinter dem Begriff der kybernetischen Unsterblichkeit? Welche Ideen und technischen Ansätze stehen hinter dem Konzept des Mind-Uploadings? In welcher Weise werden in China mithilfe künstlicher Intelligenz Technologien zur Lebensverlängerung entwickelt? Und schließlich: Könnte der Mensch eines Tages tatsächlich den Tod überwinden?

Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden einen kompakten Überblick über die historischen Konzepte der Unsterblichkeit in China zu geben und zugleich den aktuellen Stand technologischer Entwicklungen im Land zu beleuchten. Dabei richtet sich der Blick auch in die Zukunft: Mögliche neue Vorstellungen vom ewigen Leben werden ebenso thematisiert wie die utopischen und dystopischen Visionen, die mit ihnen verbunden sind.

 

Einführende Literatur

Allan, Sarah (1991), “The Shape of the Turtle: Myth, Art, and Cosmos in Early China.” Albany, NY: State University of New York Press.

Ariès, Philippe (1996), „Geschichte des Todes“, Darmstadt: WBG.

Barloewen, Constantin von, Hrsg. (1996), „Der Tod in den Weltkulturen und Weltreligionen“, München: Diederichs.

Berkson, Mark (1999), “Death and the Self in Ancient Chinese Thought. A Comparative Perspective”, Stanford University.

Robinet, Isabelle (1995), „Geschichte des Taoismus“ München: Diederichs

 

Ray Kurzweil (2024) The Singularity Is Nearer: When We Merge with AI, Penguin Books.

Felix Hüttemann/Kevin Liggieri (Hg.) (2018): Die Grenze »Mensch«: Diskurse des Transhumanismus, , transcript-Verlag.

Milan Kordestani (2025): Moonshot Moments: Ushering in the Next Human Renaissance Through AI, Transhumanism, and Psychedelics, Health Communications Inc.

Ben Murnane (2024): Transhuman Citizen: Zoltan Istvan's Hunt for Immortality, Changemakers Books

Max Tegmark (2017): Leben 3.0: Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz, Ullstein.

Kursbeschreibung

Das Chinesische Eisenbahnwesen war für die Europäischen Mächte seit den 1890 Jahren von großer Bedeutung; anfänglich teils anekdotisch, teil überheblich im Ton der Berichterstattung, so ändert sich dies jedoch mit der Inbetriebnahme der Eisenbahn von Peking nach Kalgan grundlegend. Das Seminar wird den Studierenden anhand ausgewählter Zeitschriften und Artikel einen Einblick in die technische Entwicklung geben. Besondere Berücksichtigung hat dabei der Wandel, in der Berichterstattung und die sich verschiebenden Themen, besonders bei den Traktionsmitteln. Neben "Glasers Annalen", "The Locomotive", "Henschel Hefte" , "Lok Magazin" und "Eisenbahn Technische Rundschau, ETR" als Beispiele.

 

Einführende Literatur:

v. Lochow, China's National Railways, Peiping 1948;

Petersen, Joachim, Maos Stählerne Transportlinien, Augsburg 1977;

Lin, Xiaoyan, The Development of China's Transportation Industry, Singapure 2024.

Kursbeschreibung

Die chinesische Automobilindustrie hat in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Von einer weitgehend staatlich gelenkten und technologisch rückständigen Branche hat sie sich zu einem globalen Schwergewicht gewandelt, das heute nicht nur der größte Automarkt der Welt ist, sondern auch eine führende Rolle bei Innovationen und der Produktion von Fahrzeugen spielt. Dieser Wandel wurde durch eine Kombination aus staatlicher Förderung, ausländischen Investitionen und einer zunehmenden Fokussierung auf Forschung und Entwicklung vorangetrieben. Heute steht China an der Spitze der Elektromobilität und autonomen Fahrtechnologien, was die Branche weltweit prägt.

Doch dieser Erfolg ist nicht ohne Herausforderungen. Die chinesische Automobilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel, der durch technologische Disruptionen, veränderte Verbraucherpräferenzen und den globalen Druck zur Dekarbonisierung geprägt ist. Die Regierung hat ehrgeizige Ziele für die Reduzierung von Emissionen gesetzt, was die Automobilhersteller dazu zwingt, sich stärker auf Elektrofahrzeuge und alternative Antriebstechnologien zu konzentrieren. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung die Art und Weise, wie Fahrzeuge entwickelt, produziert und genutzt werden. In diesem Kurs werden wir die Schlüsselfaktoren dieser Transformation analysieren und die Auswirkungen auf die globale Automobilindustrie diskutieren.

·        „Chinesische Automobilindustrie im Wandel“ (2 Std.)

·        „Autonomes Fahren in China“ (2 Std.)

·        „Wasserstoffautos und Wasserstofftechnologien in China“ ( 2 Std.)

 

Einführende Literatur:

·        Annual Report on the Big Data of New Energy Vehicle in China 2024 (Zhenpo, Wang, Singapore: Springer Nature Singapore)

·        Handbuch Assistiertes und Automatisiertes Fahren - Grundlagen, Komponenten und Systeme für assistiertes und automatisiertes Fahren  (ATZ/MTZ-Fachbuch)

·        Fuel Cell Fundamentals (Rayn O´Hayre et al., Wiley)

Kursbeschreibung

Im Rahmen des Seminars wird problematisiert, wie sich die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Landschaft als natürlicher Formation unter den Bedingungen von medialer Durchdringung in Deutschland und China verändern. Landschaft steht – und dies sowohl als territorialer, das Mensch-Natur-Verhältnis-betreffender wie auch ästhetischer Begriff – pars pro toto für sich verändernde Rückzugsorte. Dieser Wandel solcher Rückzugsorte, bzw. deren Wegfall, kann verheerende Konsequenzen haben, da Erholung und Regeneration von zu vielen stressauslösenden Einflüssen, weniger bis nicht mehr möglich sein wird, gleichzeitig aber auch global ein Anstieg psychischer Erkrankungen zu verzeichnen ist, dem mit genau jenen Rückzugsorten zu begegnen wäre. Im Seminar geht es um die Frage, wie die Wahrnehmung von Landschaft sich unter den Bedingungen der medialen Durchdringung wandelt. Es wird untersucht, welche Veränderungen sich für die sinnliche Wahrnehmung von Landschaft, sprich für visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische, taktile und das Equilibrium betreffende Prozesse, ergeben. Es wird angenommen, dass die mediale Allgegenwärtigkeit Wandlungsprozesse in Gang setzt, die je spezifische Veränderungen pro Sinnesmodalität betreffen, da diese Modalitäten unterschiedlich stark von Medien beeinflusst werden. Außerdem werden wir uns Fragen von Aura und Authentizität zuwenden. Das Seminar beinhaltet eine Exkursion, Gastvorträge und z.T. englischsprachige Literatur. Die Bereitschaft für diese Anforderungen wird zur Teilnahme vorausgesetzt.

 

 

Einführende Literatur

Djabarouti, J., & Ren, Y. (2024). Cultural convergence in heritage landscape conservation: A comparative study of Chinese and English traditions. Arts & Communication, 2(1), 1923. https://doi.org/10.36922/ac.1923

Gailing, L., & Leibenath, M. (2015). The Social Construction of Landscapes: Two Theoretical Lenses and Their Empirical Applications. Landscape Research, 40(2), 123–138.

Jansson, A. (2013). Mediatization and Social Space: Reconstructing Mediatization for the Transmedia Age. Communication Theory, 23(3), 279–296.

Kursbeschreibung

Wir erarbeiten einen Überblick über grundlegende philosophische, wissenschaftliche und technologische Entwicklungen im traditionellen China bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beleuchten wir wichtige Beispiele, u. a. Wasserbau und Landwirtschaft, Kompass und Seefahrt, Textilherstellung, Keramik und Seide, Schießpulver und Medizin, Architektur, Papier und Drucktechnik. Wir gehen auf gegenseitigen Wissenschaftstransfer zwischen China und dem Westen ein und stellen die Frage nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine technologische Entwicklung. Bei den einzelnen Themen schlagen wir stets auch die Brücke zu gegenwärtigen Entwicklungen und Kontroversen.

 

Einführende Literatur - für Referate und Hausarbeiten erfolgen gesonderte Empfehlungen

Needham, Joseph: Science and Civilisation in China, Cambridge, London, New York, usw.: Cambridge University Press 1954 - . (Ausgewählte Teile aus Volume 1 bis 7)

Schäfer, Dagmar (Hg.): Cultures of Knowledge. Technology in Chinese History, Leiden, Boston: Brill 2012.

Unschuld, Paul: Traditional Chinese Medicine. Heritage and Adaptation, New York: Columbia University Press 2018 (dt. Traditionelle chinesische Medizin, München: C.H. Beck 2013)

Winchester, Simon: The Man who loved China, New York: Harper Collins 2008.

Winchester, Simon: The Man who loved China. An evening with Simon Winchester, Asian American / Asian Research Institute, The City University of New York, October 7, 2008.

https://www.youtube.com/watch?v=PmQGLpF9V7c

Huang Yasheng: Rise and Fall of Technology in Chinese History | SOAS, YouTube, SOAS University of London, 8. März 2022, https://www.youtube.com/watch?v=cvGNDbp2E2U.

 

... und zur leichten Lektüre

Breuer, Hans: Kolumbus war Chinese. Erfindungen und Entdeckungen des Fernen Ostens, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1980.

Deng Yinke: Ancient Chinese Inventions. Thousands of Years of Science and Technology, China Intercontinental Press, Peking 2010.

https://www.youtube.com/watch?v=PmQGLpF9V7c