Cursos

Dieser Kurs bietet einen Einblick in die methodologische Debatte um die »Theoretische Empirie«. Die Debatte geht zurück auf ein Suhrkamp-Buch, das Herbert Kalthoff, Stefan Hirschauer und Gesa Lindemann 2008 herausgegeben haben und das Aufsätze zur »Relevanz qualitativer Forschung« für die Soziologie versammelt. Die Hauptthese: Bislang wurden Theorie und Empirie in der Soziologie vorwiegend getrennt bearbeitet; es muss aber darum gehen, das Eine im jeweils Anderen zu entdecken. 

Der Kurs findet an drei Terminen statt: Am 15.12.2025, 18.15 - 19.45 Uhr wird in das Thema und die relevante Literatur eingeführt. Dies dient als Vorbereitung eines Workshops, der jeweils ganztägig am 6./7.2.2026 am IfS durchgeführt wird. Dort diskutieren Forschende über die Aktualität »Theoretischer Empirie«; zum Abschluss gibt es eine Podiumsdiskussion mit Herbert Kalthoff, Stefan Hirschauer, Gesa Lindemann und dem jüngeren Kollegen Alexander Antony. Am 9.2.2026 treffen wir uns noch einmal zwischen 18.15 und 19.45 Uhr zur Nachbereitung des Workshops.

In diesem Seminar werden verschiedene Formen des Theorietisierens sowie die damit verbundenen Theorie-Empirie-Verhältnisse einander gegenübergestellt und diskutiert. Im Zentrum stehen Methodologien der qualitativen Sozialforschung und ihre Werkzeugkästen. Wir differenzieren verschiedene Theorietypen, betrachten beispielhaft empirische Gründungsszenen soziologischen Theoretisierens, diskutieren die Möglichkeiten empirischer Irritation sozialtheoretischer Konzepte, werfen einen Blick auf die internationale Theorizing-Debatte und loten das Potenzial einer Empirischen Wissenschaftstheorie aus. Das Seminar findet im zweiwöchigen Rhythmus statt und endet mit einem Workshop zu den „Dis/Kontinuitäten Theoretischer Empirie“. Dieser findet am 6./7. Februar 2026 mit führenden Vertreter:innen der „Theoretischen Empirie“ (Kalthoff/Hirschauer/Lindemann, 2008) an der TU Berlin statt. Die Teilnahme am Workshop ist Teil der Lehrveranstaltung.

Tutorium Geschichte der Soziologie

Modul: Theorien der Soziologie

Das Tutorium findet für Studierende im BA Soziologie begleitend zur Vorlesung Geschichte der Soziologie statt und dient der systematischen Lektüre und Aufbereitung soziologischer Texte. Die Inhalte sind mit der Vorlesung "Geschichte der Soziologie" verbunden. 



In der Soziologie wurden lange die körperlich-leibliche, sowie die materielle Dimesion des Sozialen vernächlassigt. 

Dabei sind Körper und Dinge zentrale Elemente von sozialem Handeln, Praktiken und auch Strukturen. Der sogenannte "Body Turn" (1990er) und der "Material Turn" (2000er) fokussieren genau diese leibkörperliche und materielle Dimension des Sozialen. Gerade in Konflikten und bei Gewaltphänemonen wird die köperlich, materielle Dimension immer noch teils stark vernachlässigt, wenn es vor allem um die Intetion der Handelnden geht. 

Das Seminar will einen Einblick in zentrale Perspektiven zur Soziologie von Körper und Materialität bieten und eine Brücke hinzu soziologischen Perspektive insbesondere von Konflikten und Gewalt herleiten. 

Die Vorbereitung der Lektüre und die Teilnahme und Mitgestaltung der Seminardiskussion sind Voraussetzungen für die erfolgreiche Seminarteilnahme. Neben einem Referat, soll ein empirischer Fall ausgearbeitet werden.

Die Teilnahme an der ersten Seminarsitzung ist verpflichtend. In dieser wird die Seminarliteratur, sowie die Seminarform im Detail vorgestellt und es können allgemeine Fragen geklärt werden.

Donnerstags 14 - 16 Uhr 

Modulzuordnung: Vertiefung soziologische Theorie (Seminar)

6 ECTS Punkte

Mündliche Leistung (40%)

Schriftliche Leistung (60%)

Theoretical concepts and (new) sociological diagnoses of the global

Modul: Vertiefung soziologische Theorie/Specialisation in sociological theory (6ECTS) - seminar in English

MA -Lehrforschungsprojekt: Fokussierte (Event-)Ethnographie  - Teil 2 (WiSe 25-26)

Donnerstags, 10-12 Uhr, Raum: HFT-TA 125

Voraussetzung zur Erlangung eines Leistungsnachweises

  • Teilnahme am LFP-Teil 1 im SoSe 25
  • Weiterfürhung Forschungsprojekt(gruppen)
  • Präsentation über das eigene Forschungsprojekt zum Vorlesungsende
  • LFP-Bericht (Deadline: 31.03.2026)

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