Kurser

MTS #60284 Planning as Political Process I, WiSe 2024-25

Time: Tuesday, 10.00-12.00 

Place: Room EB 224

Content: The module consists of contributions to a critical and reflective understanding of planning from a primarily socio-political perspective. It pursues an interdisciplinary approach which is meant to promote an exchange between urban and regional planning and urban and regional research, and in particular between planning theory and critical approaches to urban-regional and socio-spatial research, such as urban sociology, economic and political geography, political economy, as well as policy and governance research. The topics of the seminars are regularly updated with regard to current debates in planning theory and in urban and regional research. They deal with politico-economic and institutional conditions, with socio-political (power) relations and with spatial contexts of planning, with emphasis on the role of planning practises and discourses in the strategical-relational construction of socio-spatial settings.

Course supervision: Enrico Gualini | e.gualini@isr.tu-berlin.de



Die Veranstaltungen Planungstheorie BA SRP im WiSe 2024/25 beginnen am Montag, 27. Oktober
Montags VL 10:00-12:00 Uhr, Raum A815
Montags UE 14:00-16:00 Raum A804 und Raum A816.

 

B9 Planungstheorie und -methoden | WiSe 25/26    

Die Veranstaltung bietet eine Einführung in Theorien und Methoden der Stadt- und Regionalplanung und zielt darauf ab die Studierende auf einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Disziplin vorzubereiten. In dieser Hinsicht beruht die Veranstaltung auf einem Verständnis von Raumplanung als öffentliche Produktion des Raumes und dementsprechend von Planungstheorie als eine kritisch-reflektive Beschäftigung mit Stadt- und Regionalplanung als gesellschaftlich-politischer Handlungsbereich. Dabei steht die Darlegung von Verfahren, Instrumenten und Methoden der Raumplanung stets vor dem Hintergrund einer sozial und politisch bewussten Bewertung der Legitimität und Effektivität von Planung als öffentliche Aufgabe.

Die Vorlesungen bestehen aus drei thematischen Abschnitten. Im ersten Abschnitt werden Theorien und Konzepte präsentiert, die zum Verständnis des Begriffs ‚Planung' im Allgemeinen und deren räumlicher Anwendung im Besonderen beitragen. Insbesondere werden hier Ziele, Funktionen und Instrumente der Planung in der Perspektive der rechtlichen und institutionellen Einbettung von Raumplanung. Im zweiten Abschnitt steht die Rationalität von Planung im Mittelpunkt. Anhand sich verändernder Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Auffassungen dieser Dimensionen wird auch der Wandel im Verständnis von Planung als öffentlicher Aufgabe diskutiert. Im dritten Abschnitt stehen Instrumente und Methoden der Planung und deren Anwendung im Rahmen räumlicher Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt.

Die Vorlesungen werden ergänzt durch die Übungsveranstaltung "UE Planungstheorie und -Methoden", in der die Inhalte praxisbezogene Anwendung finden. 

Bachelorprojekt 2024/25

RECHT AUF STADT HAMBURG

Der Sommer 2009 - und was davon blieb

Das Recht auf Stadt (kurz: RaS) hat sich heutzutage als zentrale Parole urbaner Proteste etabliert und ist Leitidee zahlreicher Bewegungen, die sich gegen neoliberale Aufwertungspolitiken, Gentrifizierung und soziale Ausgrenzung in Städten richten. Ursprung dieser Idee liegt in den 1960er und 1970er Jahren und geht auf den französischen Philosophen Henri Lefèbvre zurück. Vor dem damaligen Hintergrund zunehmend funktionalisierter und entfremdeter Städte betonte Lefèbvre die gesellschaftliche Bedeutung des städtischen Raums als gemeinschaftliches Gut und forderte mit dem „droite à la ville“ (1968) demokratische Mitbestimmung und Teilhabe. Hierzulande wurde das Recht auf Stadt Ende der 2000er Jahre weitereichender diskutiert. In Hamburg hatte 2009 das Zusammentreffen zahlreicher Konflikte zu einer Vernetzung von Initiativen geführt, die sich fortan als RaS-Bündnis gegen „die fortschreitende Privatisierung von Stadt und städtischem Raum im Namen von Profitmaximierung und Metropolenwettbewerb“ (RaS Hamburg Wiki) einsetzte. Die damaligen Ereignisse und Unternehmungen haben dazu beigetragen, das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit in der Stadt zu stärken und aktuelle politische Diskussionen wie planerische Verfahren zu prägen.

ZIELE Was genau hat es mit dem Recht auf Stadt auf sich? Wie hat es Einzug in die stadtpolitischen Bewegungen gefunden? Und wie kommt es, dass ein in den 1960er Jahren formuliertes Motiv heutzutage populärer ist als je zuvor? Das Projekt "Recht auf Stadt Hamburg" nähert sich diesen und weiteren Fragen und verfolgt dabei drei inhaltliche Ziele: Es (i) vertieft die theoretisch-konzeptionellen Grundlagen zum Recht auf Stadt und dessen Anwendung durch soziale Bewegungen, (ii) arbeitet hierfür beispielhaft die zentralen Ereignisse zum Aufbau des RaS-Netzwerks in Hamburg auf und (iii) analysiert die Erfolge und Herausforderungen sowie dessen heutiges Vermächtnis für Stadtplanung, Stadtpolitik und soziale Bewegungen. Endprodukt ist die Erstellung eines Magazins, unterteilt in die zwei Teile damals und heute.

ABLAUF Diesen Zielsetzungen folgend unterteilt sich das Projekt in drei zentrale Abschnitte: In der ersten Hälfte des Wintersemesters erfolgt der thematische Einstieg und eine Aneignung des theoretischen Konzepts Henri Lefèbvres durch Literaturarbeit und Kurzinputs. Nach dem Jahreswechsel richtet sich der Fokus auf Hamburg und den damaligen Ereignissen rund um die Gründung des RaS-Netzwerks und den verschiedenen Initiativen. Diese werden in Kleingruppen hinsichtlich Aktivitäten, Erfolge und Misserfolgen untersucht und in Mappings sowie ein Kurzartikel für den ersten Teil des Magazins aufarbeitet. Im Sommersemester richtet das Projekt den Blick auf die Gegenwart und prüft, was von den damaligen Aktivitäten der Initiativen übrigblieb und welche Auswirkungen sie auf die Hamburger Stadtentwicklungspolitik hatten. Zentral eingebunden ist die mehrtägige Exkursion nach Hamburg, bei der eine empirische Feldphase durch Ortsbegehungen und gemeinsamen Gesprächsterminen mit damaligen und heutigen Protagonist*innen ergänzt werden. Die hierbei gesammelten Ergebnisse werden abschließend für den zweiten Teil des Magazins zusammengetragen.