Kursy

Künstlich schlaue Planung?:
Künstliche Intelligenz in der Stadtplanungspraxis – Potenziale, Anwendung, Grenzen, Herausforderungen.

Betreuung: Univ. Prof. Dr.-Ing. Jan Polívka

Montags von 14-18 Uhr, Raum A920

 

Projektbeschreibung:

Künstliche Intelligenz (KI) verändert auch die Stadtplanung – von automatisierter Datenanalyse über simulationsgestützte Szenarien bis hin zu neuen Beteiligungsformaten. Das interdisziplinäre Projekt untersucht, wie KI in der Stadtplanung eingesetzt werden kann, welche Chancen sich daraus ergeben, wo (noch) Grenzen bestehen und welche ethischen Fragen aufgeworfen werden. Dabei stehen sowohl technologische Anwendungen als auch gesellschaftliche Implikationen im Fokus.

Das Projekt verbindet eine systematische Analyse aktueller Anwendungen mit einer kritischen Reflexion über Fairness, Transparenz und berufliche Verantwortung. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für eine verantwortungsvolle, inklusive und praxisnahe Nutzung von KI in der Stadtplanung zu entwickeln – mit Perspektiven für Verwaltung, Planungspraxis und Öffentlichkeit. Neben einer beruflichen Haltung erarbeitet das Projekt Wissen über die Anwednungsmöglichkeiten und -grenzen der KI in der Planungspraxis.

 

Thematische Schwerpunkte:

Im Zentrum stehen ausgewählte Handlungsfelder der Stadtplanung – von der Konzeption bis zur Umsetzung:

»      Informelle und formelle Planung (z. B. Bauleitplanung, Flächennutzungsplanung, Strategieentwicklung, Wettbewerbe)

»      Klimagerechte Stadtentwicklung (z. B. Klimaanpassung, Starkregen, Hitze, Energie- und Wärmethemen)

»      Beteiligung und Teilhabe (z. B. analoge/digitale Beteiligungsformate, neue Methoden, inklusive Prozesse)

»      Stadtentwicklung und Steuerung (z. B. Masterplanung, Rahmenpläne, Fördermittel, Gestalthandbücher)

»      Umsetzung und Prozessbegleitung (z. B. Vergabe, Projektsteuerung, bauliche Realisierung)

 

Leitfragen:

Das Projekt orientiert sich an folgenden zentralen Fragestellungen:

»      In welchen Handlungsfeldern der Stadtplanung wird KI heute bereits eingesetzt – und mit welchem konkreten Mehrwert für Praxis, Verwaltung oder Zivilgesellschaft?

»      Welche Potenziale bietet KI zur Unterstützung zentraler Aufgaben in Planung, Beteiligung und Umsetzung – und wo liegen ihre derzeitigen Grenzen?

»      Wie lassen sich Daten aus bspw. der Beteiligung sinnvoll und ethisch für KI-Anwendungen nutzen, ohne Verzerrungen oder Ausschlüsse zu erzeugen?

»      Welche Gestaltungsprinzipien braucht es für eine faire, transparente und nachvollziehbare KI-Nutzung in der Planungspraxis?

»      Wie verändert sich das Berufsbild von Stadtplaner:innen im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung – und welche neuen Kompetenzen sind gefragt?

»      Welche konkreten Anwendungsfelder wären besonders geeignet für eine zukünftige KI-gestützte Weiterentwicklung von Aufgabenfeldern der Planungspraxis?

 

Zielsetzung & Output:

Das Projekt soll sowohl ein fundiertes Verständnis aktueller Entwicklungen als auch Impulse für eine verantwortungsvolle Praxis erzeugen. Mögliche Projektergebnisse sind.:

»      Fallstudien zu bestehenden KI-Anwendungen in der Stadtplanung

»      konzeptionelle Vorschläge für KI-Anwendungen in spezifischen Planungsaufgaben eine Matrix mit Potenzialen und Herausforderungen entlang verschiedener Planungsfelder

»      Handlungsempfehlungen für Verwaltung, Praxis oder Ausbildung

»      kritische Reflexionen zu ethischen Fragestellungen

 

Die Ergebnisse sollen in Form eines Abschlussberichts und Präsentation mit dem Schwerpunkt auf die Entwicklung von Zukunftsszenarien eingebracht werden.

 

Das Masterprojekt wird in Kooperation mit der DSK Berlin angeboten.

Am 28. Mai 2025 wurde der ehemalige ‚Pionierpalast Ernst Thälmann‘ im Volkspark Wuhlheide zusammen mit den zugehörigen Freiräumen und der ‚Biologiestation‘ durch das Landesdenkmalamt Berlin unter Denkmalschutz gestellt. Der 1976 bis 1979 nach einem Entwurf von Günter Stahn für die staatliche Jugendorganisation der DDR errichtete Großbau ist heute als größtes Kinder-, Jugend- und Familienzentrum in Europa unter dem Namen ‚Freizeit und Erholungszentrum‘ (FEZ) bekannt. Die erfolgreiche Überleitung von Haus und Betrieb in die demokratische Gesellschaftsordnung gilt als eine hervorragend geglückte Leistung im Transformationsprozess der geeinten Stadt nach 1989.

Unter Berücksichtigung und evtl. Einbeziehung existierender Formate werden im Rahmen des Projektes neue Vermittlungsformate entwickelt. Diese sollen sich explizit an Kinder, Jugendliche und Familien als Hauptnutzer*innen des FEZ richten und sowohl die (Bau-) Geschichte des Ortes und seine Einbindung in die umgebende Wuhlheide (Pionierpark) als auch seine Denkmaleigenschaften und damit die Bedeutungsebene adressieren. Die Arbeit umfasst somit forschende (Archiv- und Literaturrecherche, Oral History, etc.) und vermittelnde Aspekte. Auftraggeber ist das Landesdenkmalamt Berlin in Kooperation mit dem FEZ-Berlin.

Die erste Sitzung am 20.10.25 findet ab 16:00 an der TU (Projektraum Skopje, A904B) statt. Die zweite Sitzung am 27.10. beginnt bereits um 11:30 vor Ort im FEZ. Dort erkunden wir gemeinsam das Gebäude und sein Umfeld, darüber hinaus besteht die Möglichkeit zum Austausch mit unseren dortigen Kooperationspartner*innen. Zur dritten Sitzung am 04.11.24. ab 14:00 Uhr (ebenfalls vor Ort im FEZ) dürfen wir Dr. Sabine Schulte und Dr. Thorsten Dame vom Landesdenkmalamt Berlin begrüßen. Bei diesem Termin haben die Studierenden die Möglichkeit, Rückfragen zum Auftrag zu stellen.

Lehrender: Fabian Schmerbeck.

Children’s open spaces are usually designed by adults — but what do children actually need?

In this studio, we invite students to challenge adult-centred planning, reflect on child-friendly design, and examine their own positionality as future practitioners. In a collective and explorative research process we will explore how children between the ages of 7 and 13 navigate and make sense of open spaces in suburban environments.