Corsi
- Trainer/in: Sylvia Butenschön

- Trainer/in: Max Franz Golze
- Trainer/in: Stephanie Herold
- Trainer/in: Svenja Hönig
- Trainer/in: Fabio Menezes Pacce

Der Architekt und Stadtplaner Bruno Taut prägte Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen visionären Ideen die Entwicklung des modernen Städtebaus. Während seiner Tätigkeit als Stadtbaurat in Magdeburg (1921–1924) verfasste er unter anderem den „Generalsiedlungsplan von 1923“, der ambitionierte Ziele für die soziale, funktionale und gestalterische Entwicklung der Stadt verfolgte. Trotz seiner kurzen Amtszeit hatte Taut entscheidenden Einfluss auf das Stadtbild und die Planungskultur Magdeburgs. Heute stellt sich die Frage, inwiefern dieser Plan in der Stadtentwicklung Magdeburgs sichtbar geblieben ist, wie seine Ideen weiterverfolgt oder verworfen wurden – auch über Magdeburg hinaus: Tauts berühmt gewordene Wohnsiedlungsprojekte in Berlin entstanden direkt im Anschluss an seine Zeit in Magdeburg zwischen 1924 und 1931. Acht Siedlungen sind im Kontext der Amtszeit Tauts in Magdeburg geplant worden: Die Gartenstadt Reform, die Siedlung Otto-Richter-Straße, die Hermann Beims Siedlung, die Curie Siedlung, die Anger Siedlung, die Siedlung Cracau, die Siedlung Fermersleben, die Siedlung Westerhüsen. Die Siedlungen wurden alle erst nach der Zeit Taus als Stadtbaurat in Magdeburg fertiggestellt, teilweise wurden sie in unterschiedlichen Bauphasen und -stilen bis in die späten 1930er erweitert unter der Beteiligung diverser Architekt*innen. Ziel des Projekts ist es, das städtebauliche Erbe Bruno Tauts in Magdeburg unter besonderer Berücksichtigung des Generalsiedlungsplans von 1923 zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Dabei soll untersucht werden, welche Grundgedanken Tauts in dem Plan formuliert wurden, in welchem Maße diese realisiert wurden oder in späteren Planungsphasen nachwirkten und welche Relevanz der Plan und die durch ihn realisierten Siedlungen aus denkmalpflegerischer und planungsgeschichtlicher Sicht heute haben. Hierfür ist eine Exkursion nach Magdeburg vom 03. bis 07. November geplant, die für die erfolgreiche Teilnahme am Masterprojekt obligatorisch ist. Im Kontext des für 2027 geplanten „Festivals der Moderne“ der Stadt Magdeburg leistet das Projekt einen Beitrag zur Sichtbarmachung Magdeburgs als wichtiger Standort der Moderne. Perspektivisch ist geplant, die Ergebnisse des Studienprojektes 2027 in einer Ausstellung in Magdeburg zu präsentieren.
- Trainer/in: Svenja Hönig
- Trainer/in: Scarlett Wilks
- Trainer/in: Sylvia Butenschön
- Trainer/in: Stephanie Herold
- Trainer/in: Fabio Menezes Pacce