Kurser

Peter Marcuse, the American lawyer and Professor of Urban Planning, reflected on the social housing of Red Vienna: “It was what the housing policy said to the people of Vienna about their own lives, their roles in society, the respect to which they were entitled, the importance of their welfare, and their ultimate control over the conditions of their lives….Housing was not seen as shelter alone, but rather as a part of an overall reconstruction of life around goals of human dignity and public responsibility.” (Blau,1999)

Marcuse could have been writing about the public housing of the 1920’s in Berlin, Frankfurt, England or the USA. Today, exactly 100 years after the cornerstones of social housing were laid, it is fitting we reflect on the architectural and socio-economic ideals and aspirations.

This course seeks a critical reassessment of early 20th Century social housing, and the historical, ideological, and architectural narrative embodied following three central themes: the commons, social justice and the residential unit design.

Uncanny 2: Noch unheimlicher

Gyöngyvér Győrffy mit Gasprofessor Prof. Dr. Andrea Borsari (Università di Bologna)

Deutsch und Englisch (Die Seminararbeit sollte auf Deutsch verfasst werden.)

Montag, 16:00-18:00 Uhr, Raum A201a

Was haben eine Currybude am Savignyplatz, ein ’Geisterhaus’ am Hindenburgdamm, das SEZ, das Benjamin-Franklin-Klinikum in Steglitz, die Berlin-Variante des Unité d’Habitation von Le Corbusier das ICC gemeinsam? Architektonisch scheinbar nicht viel, und doch wurden diese Gebäude von den Teilnehmer:innen des Uncanny-Kurses im Sommersemester 2024 alle als unheimlich bezeichnet.

Hierbei geht es in unserem Seminar nicht um eine Kategorisierung der gebauten Umwelt, sondern um eine Annäherung an das urbane Unheimliche. Basierend auf den psychoanalytischen Definitionen von Jentsch und Freud werden wir uns dem architektonisch Unheimlichen über Arbeiten von Anthony Vidler und Lucy Huskins nähern und das Unheimliche – als durch die Verdrängung entfremdete Wiederkehr von etwas Vertrautem (Hal Foster) – gegenüber ästhetischen Konzepten des Erhabenen oder des Hässlichen aber auch gegenüber Aspekten des Seltsamen oder des Gespenstischen (Mark Fisher) abzugrenzen. Hierbei werden wir Modalitäten des Unheimlichen, wie z.B. der des Doppelgängers, in Literatur und Film untersuchen, um zu einer Phänomenologie des architektonisch Unheimlichen zu gelangen.

Im Rahmen des Seminars werden wir urbanen Artefakte, bedeutende und unbedeutende Bauten, Ensembles und Solitäre, monumentale und triviale Bauten der Stadt Berlin untersuchen, die eine IRRITATION auslösen – sich nicht zu fügen scheinen, unproportional wirken, verlassen oder aufgegeben sind –, aber gleichzeitig die Ursache oder Gründe für diese Irritation, vor allem architektonisch, schwer greifbar zu sein scheinen. Zusammen werden wir versuchen dieser architektonischen Irritation auf den Grund zu gehen und dies im Gefilde des UNHEIMLICHEN zu verorten, wobei dieser in der Architektur seltsam vernachlässigte Konzept, uns die notwendige Flexibilität bietet, um uns mit einem breiten Spektrum der hässlichen, unpassenden, störenden, also EYESORE Gebäuden zu befassen.

Anhand der von den Studierende verfassten Texte werden wir versuchen eine Topografie des Unheimlichen in Berlin zu erstellen, welche Grundlage einer gleichnamigen Publikation bilden wird. 

Ästhetik zur Einführung II: Grundbegriffe der Architektur

 Prof. Dr.-Ing. Jörg H. Gleiter

 Beginn: 28. April 2024

 Teil 1 Vorlesungen              28.04.-23.06., montags 18:00-20:00 Uhr, Raum A 201a

Teil 2 Konferenz                   26.06., 16:00-20:30

27.06., 10:00-20:30 Uhr, IfA Forum

Das Seminar setzt das Seminar Ästhetik zur Einführung I aus dem WiSe 2023/24 fort. Es versteht sich als Einführung in einige Grundbegriffe der Ästhetik. Was versteht man eigentlich unter Ästhetik? Was ist ein Zeichen, Phänomen oder Bild, was versteht man unter Metapher, Indexikalität, Typologie und Morphologie? Oder kann das alles weg! Die Debatten über Nachhaltigkeit und ressourcensparendes Bauen – auch an den Universitäten – scheinen ohne Architekturtheorie und ohne Kenntnis der Grundbegriffe auskommen zu können. Sicherlich muss man nicht gleich von „woke architecture“ (Patrick Schumacher) sprechen. Dennoch scheint ein Missverständnis vorzuliegen: Grundbegriffe sind Grundbegriffe, weil es ohne sie keine Architektur gäbe. Diesem Gedanken wollen wir im Seminar nachdenken. Es gliedert sich in zwei Teile: 1. Teil Vorlesungen, 2. Teil Kompaktseminar am 26.-27. Juni in Form der Teilnahme an der Konferenz Zukunftsversprechen Architektur statt. Leistungsnachweis: Video-essay und handschriftliche Protokolle. Sonst nichts.

 

 

Brazilian Modern Architecture and its Architects

Prof. Jörg H. Gleiter, Prof. Denise Vianna Nunes (Federal University of Rio de Janeiro)

Language: English 

Time: Monday: 10:00-12:00, Tuesday: 16:00-18:00

Dates:   15. April (introduction)
22.
April (introduction)
28. und 29. April
05. und 06.
May
12. und 13. May
19. und 20. May

The aim of the seminar is to present and analyse projects by outstanding Brazilian architects, taking into account the social, cultural, political, and economic contexts. The focus is on highlighting the uniqueness, diversity, and representativeness of modern architectural production in Brazil.

The course content is divided into three parts: the pioneers, the expansion and particularities of Brazilian modernism, and its later expressions.

The classes will be lecture-based, featuring slide presentations, videos, and thematic discussions. Students will conduct graphic studies of the works through in-class sketches and model making.